SEK-Einsatz in Solingen: Mann nach mutmaßlichem Fahrraddiebstahl seit Stunden auf Autodach

Daniel H/CCA


Ein mutmaßlicher Fahrraddiebstahl hat am Montagmittag in Solingen einen lang andauernden Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Spezialeinsatzkommando ausgelöst. Ein 35 Jahre alter Mann hielt sich dabei über viele Stunden auf dem Dach eines Autohauses auf und brachte sich selbst in erhebliche Gefahr.
Ausgangspunkt des Einsatzes war eine Beobachtung in einer Kleingartenanlage. Ein Zeuge hatte die Polizei verständigt, nachdem er einen Mann bemerkt hatte, der offenbar versuchte, ein Fahrrad zu entwenden. Als Einsatzkräfte den Verdächtigen kontrollieren wollten, ergriff dieser die Flucht. Die Verfolgung endete auf dem Gelände eines Autohauses, wo der Mann auf das Dach des Gebäudes kletterte.
Dort verschärfte sich die Situation deutlich. Der Mann hielt sich auf einer schrägen Dachfläche in mehreren Metern Höhe auf. Schnee und Glätte machten jede Bewegung riskant, ein Zugriff durch die Einsatzkräfte war unter diesen Bedingungen nicht gefahrlos möglich. Ein Sturz hätte schwerwiegende Folgen haben können, sowohl für den Mann als auch für die Beteiligten des Einsatzes.
In der Folge wurde das Umfeld weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge kamen zum Einsatz, Spezialeinheiten positionierten sich unter anderem auf Baugerüsten und einer Drehleiter. Die Feuerwehr bereitete vorsorglich Sprungkissen vor, um für ein mögliches Absturzszenario gerüstet zu sein. Parallel dazu wurde die Statik des Gebäudes berücksichtigt, da es sich um ein älteres Autohaus handelte und zusätzliche Schneelasten auf dem Dach lagen.
Nach Angaben der Polizei befand sich der Mann in einer psychischen Ausnahmesituation. Am Abend nahmen speziell geschulte Beamte Kontakt zu ihm auf. Über mehrere Stunden hinweg versuchten sie, den 35-Jährigen aus unmittelbarer Nähe zum freiwilligen Verlassen des Daches zu bewegen. Trotz intensiver Gespräche blieb der Mann jedoch auf dem Dach.
Auch in der Nacht setzte der Einsatz sich fort. Der Mann verharrte bei winterlichen Temperaturen im Freien, zunehmend erschöpft und weiterhin der Kälte ausgesetzt. Die Einsatzkräfte blieben vor Ort und sicherten die Situation dauerhaft ab.
Bis zum darauffolgenden Vormittag hielt sich der Mann bereits seit mehr als 18 Stunden auf dem Dach auf. Ziel der Maßnahmen blieb es, ihn unverletzt und ohne Zwang aus der gefährlichen Lage zu bringen. Der Einsatz dauerte zu diesem Zeitpunkt weiterhin an, die Lage blieb angespannt.

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