Stadt Wuppertal entscheidet sich gegen Tempo 30 – Flüsterasphalt soll Straßenlärm reduzieren

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Wuppertal – Im Rahmen der Lärmaktionsplanung hat sich der Wuppertaler Stadtrat gegen die Einführung von Tempo 30 auf mehreren Hauptverkehrsstraßen ausgesprochen. Stattdessen wurde mehrheitlich beschlossen, lärmmindernden Asphalt – sogenannten Flüsterasphalt – als Alternative einzusetzen. Die Maßnahme betrifft acht stark befahrene Straßenzüge, die ursprünglich für ein Tempolimit vorgesehen waren.

Politischer Kurswechsel bei Lärmschutzmaßnahmen

Ursprünglich sah der Lärmaktionsplan der Stadt vor, auf besonders belasteten Straßenabschnitten die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zu senken, um die Lärmbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner zu reduzieren. Mit dem nun gefassten Ratsbeschluss wird dieser Ansatz jedoch nicht weiterverfolgt. Der politische Wille hat sich zugunsten einer baulichen Lösung verlagert – auch vor dem Hintergrund der öffentlichen Akzeptanz.

Flüsterasphalt als Kompromisslösung

Der nun vorgesehene Einbau von lärmminderndem Asphalt stellt eine technische Maßnahme dar, um die Verkehrslärmemissionen ohne Änderung der zulässigen Geschwindigkeit zu verringern. Obwohl Flüsterasphalt in der Anschaffung und im Unterhalt deutlich kostspieliger ist als konventioneller Fahrbahnbelag und seine Eignung im engen städtischen Raum umstritten bleibt, wurde er als praktikabler Kompromiss gewertet. Insbesondere der Widerstand gegen flächendeckende Tempolimits spielte in der politischen Abwägung eine maßgebliche Rolle.

Fahrpläne und Verkehrsfluss als Gegenargumente

Auch die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) hatten im Vorfeld darauf hingewiesen, dass eine generelle Temporeduzierung auf 30 km/h die Einhaltung bestehender Fahrpläne im öffentlichen Nahverkehr erheblich erschweren würde. Gerade auf Linien mit dichtem Takt und hoher Frequenz könnten durch niedrigere Geschwindigkeiten Verspätungen entstehen, was sich negativ auf die Zuverlässigkeit des Angebots auswirken würde.

Die Umsetzung des neuen Lärmschutzkonzepts wird schrittweise erfolgen. Die Stadtverwaltung kündigte an, bei der Auswahl der betroffenen Straßenzüge und der Planung der Baumaßnahmen auch künftig über Fortschritte zu informieren.

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