Stadthalle: Baustellen-Probebetrieb zur Fassadensanierung

Die Historische Stadthalle Wuppertal (Foto: Tobias Arhelger/shutterstock.com)

Der Zahn der Zeit nagt an der Fassade der Historischen Stadthalle. In den 90er-Jahren wurde sie zuletzt umfangreich saniert, doch Umwelteinflüsse und die damals verwendeten Materialien machen der Substanz zu schaffen – daher muss jetzt dringend wieder etwas getan werden.
Doch wie können die Arbeiten durchgeführt werden, wenn in den Konzertsälen Veranstaltungen stattfinden? Und wie kann der Betrieb der Stadthalle in der Zeit während der Maßnahmen aufrecht erhalten werden? Um diese Fragen zu klären und gleichzeitig die notwendigen Voruntersuchungen durchzuführen, hat das Gebäudemanagement der Stadt (GMW) einen Teil der Fassade eingerüstet und testet den Baustellenbetrieb. Fachleute werden die Fassade genauer sichten, Proben entnehmen und zudem ausprobieren, wie sich lärmende Arbeiten an der Fassade auf den Betrieb im Haus auswirken.
Ziel des Baustellen-Probebetriebes ist es zu ermitteln, wie die Sanierung der Fassade parallel zum laufenden Betrieb gelingen kann und wie sich die Termine zwischen GMW und Stadthallen GmbH zu diesem Zweck koordinieren lassen. Auch die Frage, wann die Baustelle arbeiten und wie im Inneren ungestört oder wenig beeinträchtigt Veranstaltungen stattfinden können, gilt es zu klären.

Das Gerüstfeld misst 12 mal 20 Meter und dient zur baulichen Sichtung. „Aus der Nähe können Details und Schäden erst richtig beurteilt werden“, erklärt Projektleiter Matthias Schulte vom Gebäudemanagement der Stadt und ergänzt: „Das Haus sieht von außen aus wie aus einem Guss, ist aber nicht homogen“. Unterschiedliche Materialien an der Außen- und Innenwand, verschiedene Aufbauten und die Anschlusspunkte zum Dach machten die Sanierungsarbeiten immer wieder spannend, so Schulte: „Von der Sichtung und Beprobung versprechen wir uns genauere Erkenntnisse über den Wandaufbau. Außerdem sollen Musterflächen mit unterschiedlichen Reinigungstechniken angelegt, die Sicherung der Fenster in verschiedenen Varianten probiert, erste kleinere Steinmetzarbeiten durchgeführt und eine vertiefte Schadensdokumentation erstellt werden.“
Neben der Ursachenforschung, wo zum Beispiel Durchfeuchtungen herrühren, sollen auch die Auswirkungen der Arbeiten auf den Betrieb der Stadthallen getestet werden. Im kommenden Jahr soll dann die Sanierung der Fassade beginnen.

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