Stadtteil-PlanungWuppertal stoppt Wiederaufbau des Spielplatzes Murmelbachtal

wnwtal/CCA


Der geplante Wiederaufbau des Spielplatzes im Murmelbachtal wird vorerst nicht umgesetzt. Obwohl für das Gesamtprojekt 300.000 Euro im städtischen Haushalt vorgesehen waren und bereits Rückstellungen gebildet wurden, stehen die Mittel für die erneute Errichtung des Spielplatzes nun nicht mehr zur Verfügung. In der Bezirksvertretung Heckinghausen führte diese Entscheidung zu deutlicher Kritik.

Der Abbau der alten Anlagen war im Zusammenhang mit der Entschlammung des dortigen Teiches erfolgt. Die politische Vertretung im Stadtteil war davon ausgegangen, dass die Stadt nach Abschluss dieser Arbeiten wie zugesagt den Spielplatz vollständig erneuern würde. Die Verwaltung verweist nun jedoch darauf, dass der Wiederaufbau nur noch im Rahmen eines gesamtstädtischen Finanztopfs möglich sei, in dem sämtliche Spielplatzprojekte Wuppertals priorisiert werden. Damit verliert das Vorhaben seinen bisher zugesicherten Sonderstatus. Welche Position der Spielplatz Murmelbachtal auf dieser neuen Prioritätenliste künftig einnimmt, ist offen. Zugleich würde ein höherer Rang andere Projekte im Stadtgebiet zurückwerfen, was in der Bezirksvertretung als nicht vertretbar bewertet wird.

Nach Angaben des zuständigen städtischen Ressorts sei die Bedeutung des Spielplatzes unbestritten, die Kämmerei habe das Vorhaben jedoch aufgrund der angespannten Haushaltslage negativ bewertet. Damit kann die Wiedererrichtung in der ursprünglich geplanten Form nicht erfolgen. Zwar wurden bereits neue Geräte beschafft, die momentan eingelagert sind, jedoch fehlt aktuell die Finanzierung für die bauliche Umsetzung.

Die politischen Vertreter des Stadtteils kritisieren insbesondere den Bruch der ursprünglichen Zusagen. Das Vorgehen der Verwaltung werde als einseitige Kürzungsentscheidung wahrgenommen, die weder dem Stadtteil noch den Kindern vermittelbar sei. Da Heckinghausen ohnehin über die niedrigste Abdeckung mit Spielplätzen in ganz Wuppertal verfügt, wird dem Vorhaben im Stadtteil eine besondere Bedeutung beigemessen.

Als Kompromiss prüft die Verwaltung nun die Möglichkeit, zumindest eine reduzierte Variante des Spielplatzes zu realisieren. Diese Lösung würde zwar hinter dem ursprünglichen Konzept zurückbleiben, könnte jedoch vermeiden, dass die Fläche über längere Zeit ungenutzt bleibt.

Das könnte Dich auch interessieren

Hochkarätiger Comedy-Abend im Barmer Bahnhof

Beschädigte Busscheibe auf der Briller Straße – Polizei sucht Zeugen

Verkehrsunfall auf der A43 am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord