Am gestrigen Dienstag, den 25.Februar, hatten die Stadtwerke (WSW) zur Einweihung der neuen Wasserstofftankstelle und zur Vorstellung der neuen Wasserstoffbusse auf den Betriebshof Nächstebreck eingeladen.Mit der Erweiterung der Busflotte um Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Technologie sowie der Tankstelle setzen die WSW ein klares Zeichen für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.
Die Tankstelle sichert den effizienten Betrieb der gesamten Wasserstoffbus-Flotte: Tankfahrten zur Tankstelle auf Korzert werden verringert, das spart Zeit und Ressourcen; die Einsatzplanung wird erleichtert, da die Betankung besser koordiniert werden kann. Der Wasserstoff wird künftig zu etwa 20 Prozent im Müllheizkraftwerk der AWG auf Korzert produziert, der überwiegende Teil kommt von einem externen Lieferanten. Gewonnen wird der Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen, nahezu täglich wird er zur Tankstelle geliefert, 800 Kilogramm stehen zur Verfügung. An zwei Tankplätzen können pro Tag über 60 Busse volltanken. Die Investitionskosten betragen rund 2,5 Millionen Euro.
Pünktlich zur Eröffnung der Tankstelle wurden 32 neue Wasserstoff-Fahrzeuge geliefert, 13 Gelenk- und 19 Solobusse sind es insgesamt, die die Fahrzeugflotte im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) dieses Jahr erweitern. Mit den bereits seit 2020 vorhandenen 20 Wasserstoffbussen, unterhalten die WSW nun 52 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Das entspricht etwa 18 Prozent der gesamten Busflotte. Dank des Einsatzes dieser Busse werden rund 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Die neuen Busse rollen ab sofort leise und emissionsfrei über Wuppertals Straßen, dabei nutzen sie moderne Brennstoffzellensysteme, um Wasserstoff in elektrische Energie umzuwandeln. So entstehen keine klimaschädlichen Emissionen, sondern lediglich Wasserdampf.
Eine Tankfüllung umfasst zwischen rund 35 und 50 Kilogramm Wasserstoff, je nach Busgröße, der in fünf bzw. acht leichten Wasserstofftanks auf dem Dach jedes Fahrzeugs gespeichert wird.
Volltanken dauert nur etwa zehn bis zwölf Minuten, dies reduziert die Stillstandszeiten und erhöht die Verfügbarkeit der Busse im täglichen Betrieb. Eine Tankfüllung reicht für circa 350 bis 400 Kilometer, unabhängig von den topografischen Verhältnissen und den Wetterbedingungen. Auch das steigert die Effizienz, da die Fahrzeuge länger im Einsatz sein können, ohne nachtanken zu müssen. Die Investitionskosten liegen bei rund 25 Millionen Euro, für die Beschaffung gibt es eine Förderung durch das Land NRW.
Stadtwerke investieren in klimafreundliche Mobilität
Die Wasserstofftankstelle auf Korzert (Foto: WSW)