Die Stadt setzt auf tierische Unterstützung: Im Cronenberger Stadtwald sind aktuell wieder zwei Rückepferde im Einsatz. Die Pferde sind Teil der Aufräumarbeiten im Zuge der im Winterhalbjahr durchgeführten notwendigen Fällungen – sie ziehen auf schonende und sanfte Weise die Baumstämme aus dem Wald.
Als Rückepferde bezeichnet man in Wäldern eingesetzte Pferde zum Verbringen von gefällten und entasteten Baumstämmen zum nächsten Weg oder zum Polterplatz, dem sogenannten Vorliefern.
Nach weitgehender Verdrängung seit den 1960er Jahren durch den Einsatz landwirtschaftlicher Schlepper und spezieller Forstschlepper zum Holzrücken werden Rückepferde derzeit im Zuge einer naturnahen Forstwirtschaft wieder zunehmend populärer. In Zukunft sollen auch im Wuppertaler Wald häufiger Pferde zum Einsatz kommen.
Der große Vorteil beim Rücken mit Pferden ist unter anderem, dass sie auch in unwegsamem Gelände – wie zum Beispiel im Gebirge – keine Rückegassen benötigen, sondern das Rückegut auch durch das stehende Holz ziehen können. Zudem werden im Gegensatz zu schweren Forstmaschinen praktisch keine Bodenschäden durch den Einsatz der Tiere verursacht.
Aus Gründen des Tierschutzes sollte ein Rückepferd dauerhaft nicht mehr als zehn bis fünfzehn Prozent und kurzzeitig maximal bis zu 50 Prozent seines Körpergewichtes ziehen.
Wegen der hohen Anforderungen an die Körperkraft der Tiere bei der Rückearbeit in schweren Holzsortimenten werden im professionellen Einsatz überwiegend Kaltblutrassen mit einem Körpergewicht ab 700 Kilogramm eingesetzt.
Allerdings werden nicht ausschließlich schwerste Rassen genutzt, weil beispielsweise in bergigen Lagen ein eher gedrungenes, mittelschweres Rückepferd durch seine Wendigkeit besser für die Arbeiten in dieser Geländeform geeignet ist.
Tierische Unterstützung im Cronenberger Stadtwald
Photo by Chrisko1960 on Pixabay
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}