Tigerzwillinge im Zoo Wuppertal erstmals im Außengehege

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Wuppertal. Die sibirischen Tigerzwillinge Neko und Altana haben erstmals das Außengehege im Zoo Wuppertal erkundet. Die beiden Jungtiere sind inzwischen fast neun Monate alt und stellten sich nun einer neuen Etappe ihrer Entwicklung.
Zunächst überprüfte Tigermutter Tullia aufmerksam das Gelände. Erst nachdem sie die Umgebung abgesichert hatte, durften die Jungtiere folgen. Mit vorsichtigen Schritten betraten sie das Außengehege, suchten immer wieder die Nähe der Mutter und verschafften sich behutsam einen Überblick über ihr neues Umfeld.
Mit zunehmender Sicherheit erkundeten die beiden Tigerdamen zwischen Büschen, Felsen und Bäumen das weitläufige Areal. Der größere Bewegungsraum bietet ausreichend Platz zum Spielen und Toben. Tullia begleitete den Ausflug aufmerksam, beteiligte sich zeitweise am Spiel und zog sich anschließend zum Ausruhen zurück.
Auch für das Tierpflegerteam war der erste Aufenthalt im Außengehege ein besonderer Moment. Unter genauer Beobachtung verfolgten die Mitarbeiter jeden Schritt der Tiere, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Der Ausflug verlief ohne Zwischenfälle. Weder näherten sich die Tiere dem mit Hochspannung gesicherten Außenzaun noch zeigten sie Anzeichen von Unruhe. Kletterversuche auf die umstehenden Bäume blieben ebenfalls aus.
Die äußeren Bedingungen erwiesen sich als günstig. Trockenes, sonniges Wetter kommt den sibirischen Tigern entgegen, während anhaltender Regen erfahrungsgemäß weniger gut angenommen wird. Die Zwillinge, die von Beginn an im Zoo betreut wurden, haben sich in den vergangenen Monaten deutlich entwickelt. Inzwischen wiegen sie jeweils mehr als 30 Kilogramm, weshalb im direkten Kontakt der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten wird.
Charakterlich zeigen sich Unterschiede zwischen den beiden Jungtieren. Während Altana als zutraulich gilt und die Nähe zum Gehegerand sucht, verhält sich Neko zurückhaltender und vorsichtiger.
Die Tigerzwillinge sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das auf eine koordinierte Zucht und Haltung bedrohter Arten abzielt. Ziel ist der Aufbau einer genetisch vielfältigen Reservepopulation des vom Aussterben bedrohten sibirischen Tigers. Auch die Zusammenführung von Tullia und dem Vatertier Kasimir erfolgte im Rahmen dieses Programms. Kasimir lebt getrennt von der Familie, da Tigerweibchen ihren Nachwuchs allein aufziehen und männliche Tiere als Einzelgänger gelten.

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