Vater soll einjähriges Kind auf Straße geworfen haben – Unterbringung in Psychiatrie angeordnet

Dh/CCA



Ein 35-jähriger Mann aus Wuppertal steht im Verdacht, seine einjährige Tochter in Stapelfeld bei Hamburg auf die Straße geworfen zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Lübeck ereignete sich der Vorfall am Freitagnachmittag, kurz nachdem der Mann das Kind aus der Kindertagesstätte abgeholt hatte.

Autofahrerin konnte rechtzeitig bremsen

Ersten Ermittlungen zufolge soll der Vater das Mädchen plötzlich und ohne erkennbaren Anlass auf die Fahrbahn geworfen haben – unmittelbar vor ein herannahendes Fahrzeug. Die Fahrerin konnte jedoch rechtzeitig anhalten und so Schlimmeres verhindern. Gemeinsam mit weiteren Zeugen brachte sie das Kind zurück in die Kindertagesstätte, wo umgehend die Mutter und der Rettungsdienst verständigt wurden.

Kind mit leichten Verletzungen im Krankenhaus

Das Kleinkind erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Es befindet sich den Behörden zufolge nicht in Lebensgefahr.

Vater in psychiatrischer Einrichtung untergebracht

Der 35-Jährige wurde noch am Tatort festgenommen. Nach Einschätzung der Polizei befand er sich zum Zeitpunkt der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete eine Richterin des Amtsgerichts Lübeck die vorläufige Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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