Wuppertal – Im Rahmen eines groß angelegten Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts organisierter Wirtschaftskriminalität haben Einsatzkräfte der Polizei Wuppertal gemeinsam mit Behörden aus anderen Städten am Mittwoch zahlreiche Durchsuchungen durchgeführt. Grundlage waren richterlich angeordnete Beschlüsse, die zuvor durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal beim Amtsgericht erwirkt worden waren. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Haftbefehl gegen einen Hauptbeschuldigten vollstreckt.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 45-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger, dem die Beteiligung an der Einrichtung und dem Betrieb zweier illegaler Zigarettenfabriken in Velbert und Radevormwald vorgeworfen wird. Der Mann soll maßgeblich in die Herstellung und den Vertrieb nicht versteuerter Zigaretten involviert gewesen sein.
Insgesamt wurden zwölf Objekte durchsucht, darunter sieben in Wuppertal, zwei in Schwelm, eines in Dortmund sowie zwei in Düsseldorf. Neben dem Wohnsitz des Hauptbeschuldigten richteten sich die Maßnahmen auch gegen die Wohnungen zweier weiterer bulgarischer Staatsbürger im Alter von 51 und 52 Jahren, ebenfalls mit Wohnsitz in Wuppertal. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung sowie der Geldwäsche ermittelt.
Darüber hinaus durchsuchten die Einsatzkräfte mehrere gewerblich genutzte Immobilien, darunter Lager- und Geschäftsräume. Dabei wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt – unter anderem zahlreiche Dokumente und Datenträger, die nun durch die Ermittlungsbehörden ausgewertet werden.
Das laufende Ermittlungsverfahren richtet sich insgesamt gegen 19 Personen, denen eine Beteiligung an der illegalen Zigarettenproduktion zur Last gelegt wird. Gegen sie wird derzeit vor dem Landgericht Wuppertal ein Strafverfahren geführt. Die Ermittlungen dauern an.
Verdacht auf organisierte Wirtschaftskriminalität: Großangelegte Durchsuchungen in mehreren Städten
Huhu Ute/CCA