Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist mit dem Zustand der Wuppertaler Bahnhöfe und S-Bahn-Haltepunkte durchweg zufrieden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die ordentliche Noten ergeben hat. Einige schneiden sogar besser ab als vor einem Jahr. So war der Bahnhof Unterbarmen beim letzten Mal noch als „inakzeptabel“bewertet worden. Da sich inzwischen beim Zugang zu den Gleisen einiges getan habe, stuft der VRR sie jetzt leicht besser in der Kategorie „noch akzeptabel“ ein.

„Pro Bahn“: VRR-Kriterien nicht aussagefähig

Ganz anders urteilt der Fahrgastverband „Pro Bahn“. Der Bahnhofsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr spiegele nicht das Fahrgastempfinden wider. Der VRR verwende für seinen Bericht nur drei Kriterien - und die seien nicht sehr aussagefähig, heißt es von „Pro Bahn“. Die beurteilten nur Funktionalität, Sauberkeit und Graffitis, keine Rolle spiele dagegen, wie schlecht das Gebäude selbst sei. Gerade das marode „Empfangsgebäude“ (Foto links; Quelle: Stadt Wuppertal) in Unterbarmen gilt für „Pro Bahn“ hier als Exempel.

Graffitis bereiten weiter Probleme

Dass die vielen Graffitis weiterhin problematisch seien, stellt auch der VRR fest und nennt insbesondere die Stationen Sonnborn, Ronsdorf und Langerfeld. Etwas schlechter als vor einem Jahr schneidet der Bahnhof Vohwinkel ab. Hauptbahnhof, Barmen, Oberbarmen und Langerfeld dagegen erhalten die Bestnote im Wuppertaler Vergleich („akzeptabel“). Alle anderen Stationen erhalten die Note „noch akzeptabel“.