Heute ist Welt-Löwen-Tag: er erinnert daran, wie bedroht der König der Tiere in der Wildnis ist. Der Löwe (Panthera leo) wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft, denn die Art ist zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt.
Die schlimmsten dieser Bedrohungen sind der Verlust und die Zerschneidung des Lebensraums, Mensch-Tier-Konflikte, da Löwen Nutzvieh reißen und es in der Folge zu Vergeltungstötungen durch die Viehhalter kommt sowie die Wilderei: Durch illegalen Handel mit Löwenknochen und Körperteilen für die traditionelle Medizin, zudem geraten Löwen oftmals in Drahtschlingen, die eigentlich zum Fangen anderer Tiere, vor allem für Buschfleisch, verwendet werden.
Im Grünen Zoo Wuppertal leben aktuell vier Löwen: die beiden 19 Jahre alten Löwenkater „Tamo“ und „Shawano“ sowie die drei- und fünfjährigen Löwinnen „Alore“ und „Amera“. Während „Tamo“ und „Shawano“ sogenannte Unterart-Hybriden sind, also Mischungen verschiedener Löwenunterarten, gehören „Alore“ und „Amera“ der Unterart des Nördlichen Löwen (Panthera leo leo) an. Eine Zucht ist daher nicht vorgesehen, um die Unterart so ursprünglich wie möglich zu erhalten.
Um dennoch zum Erhalt des Nördlichen Löwen beizutragen, ist in Kürze eine künstliche Besamung geplant. Der Grüne Zoo koordiniert das EAZA Ex-situ Programm für den Nördlichen Löwen. Dieses europaweite Zuchtprogramm verfolgt das Ziel, gesunde und genetisch vielfältige Populationen in menschlicher Obhut zu erhalten und eine mögliche Quelle für zukünftige Wiederansiedlungen in der Wildnis zu schaffen, um das langfristige Überleben dieser Unterart zu sichern.