Weyerbuschturm: Sanierung vom Fuß bis zur Spitze

(Foto: Atamari - CC BY-SA 3.0)

Mitte August bekommt der Weyerbuschturm ein neues Gewand: Denn damit dieses markante Wuppertaler Bauwerk saniert werden kann, muss es komplett eingerüstet werden. Dazu muss der Bauzaun noch etwas verschoben und die zwei kleinen Spielgeräte südlich des Turms abgebaut werden. Der Rest des Spielplatzes bleibt während der Sanierungsarbeiten nutzbar.
Um die Stabilität des Turms während der Bauarbeiten zu gewährleisten, sind umfangreiche statische Maßnahmen notwendig. Weil zum Beispiel der korrodierte Stahlträger, auf dem das obere Turmdrittel ruht, entfernt werden muss, müssen dessen Lasten über einen großen Stahlrahmen abgefangen werden. Um diesen zu verankern, sind Kernbohrungen im historischen Mauerwerk erforderlich. Wenn das Gerüst steht, werden die Balkoneinhausungen abgebrochen, wodurch die ursprünglichen Natursteinbrüstungen freigelegt werden. Erst danach wird mit der eigentlichen Sanierung begonnen. Der Beginn der Natursteinarbeiten ist für Mitte Oktober angesetzt, der Beginn der Dachdeckungs-, Dachabdichtungs- und Klempnerarbeiten für Anfang November.

Die Sanierung umfasst den gesamten Turm von der Sandstein-Außentreppe bis zur Turmspitze und wird nicht vor Juli 2027 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der komplexen Baumaßnahme werden deutlich über den Fördermitteln liegen, die aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung sowie aus dem Denkmalförderprogramm des Landes NRW bewilligt wurden. Die Differenz zwischen Fördermitteln und Gesamtkosten bestreitet das Gebäudemanagement der Stadt aus Bauunterhaltungsmitteln – Bemühungen um weitere Fördermittel laufen.
Insgesamt wird derzeit von rund 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen. Die aktuelle Berechnung enthält noch einige Unwägbarkeiten, weil weitere Bauteilöffnungen und -untersuchungen erst erfolgen können, wenn der Turm vollständig eingerüstet wurde.
Die Kostenangaben für die Arbeiten an der Natursteinfassade beruhen zum Beispiel auf einer Hochrechnung der Schäden im unteren Bereich auf den gesamten Turm. Auch der finanzielle Aufwand für die erforderlichen Stahlbauarbeiten kann bisher nur geschätzt werden.

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