Dante als Grundlage für eine radikale Bühnenadaption
Am Sonntag, 28. September 2025, kehrt mit „Die Hölle / Inferno“ eine außergewöhnliche Produktion auf die Bühne des Opernhauses Wuppertal zurück. Beginn der Aufführung ist um 21 Uhr.
Die Inszenierung basiert auf Dantes berühmtem Werk und führt das Publikum durch eine Reise in die Abgründe menschlicher Existenz. Regisseur und Choreograf Johann Kresnik, eine prägende Persönlichkeit des deutschsprachigen Theaters, arbeitete hierfür erstmals mit dem Schauspiel Wuppertal zusammen. Gemeinsam mit Intendant Thomas Braus entstand ein kraftvolles Werk, das den Zuschauer auf eine intensive Auseinandersetzung mit den Krisen der Gegenwart führt.
Eine Reise in das Innere des Menschen
Die Inszenierung entfaltet eine Irrfahrt des modernen Individuums, das sich seinen inneren Konflikten und gesellschaftlichen Brüchen stellen muss. Unter der monumentalen Kuppel des Opernhauses entsteht eine bildmächtige Darstellung, die den Weg durch das Inferno als Metapher für Selbstbefragung und Erkenntnis begreift. Dabei wird die Hölle nicht allein als Ort des Schreckens inszeniert, sondern als Spiegel menschlicher Möglichkeiten und Grenzen.
Künstlerische Handschrift von Kresnik
Kresniks unverwechselbare choreografische und szenische Sprache prägt die gesamte Aufführung. Seine Arbeit, seit Jahrzehnten für Radikalität und Intensität bekannt, verbindet Tanz, Theater und Bildkraft zu einer dichten Form des Ausdrucks. Das Ergebnis ist eine gültige Betrachtung des Menschen in seiner Zeit, die weit über eine klassische Dante-Interpretation hinausgeht.
Wiederaufnahme von „Die Hölle / Inferno“ am Opernhaus Wuppertal
DH/CCA