Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium übergibt Mutboxen an Wuppertaler Frauenhaus

Wtotal/CCA


Wuppertal. Mit einem schulischen Projekt, das gesellschaftliches Engagement und Eigeninitiative verbindet, haben Schülerinnen des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums sogenannte „Mutboxen“ für das Wuppertaler Frauenhaus entwickelt und übergeben. Die Präsentation fand in der Aula am Johannisberg statt.
Initiiert und umgesetzt wurde das Vorhaben von Clara Schmidt-Ott und Frida Hahn aus der Klasse 8c im Rahmen der Freiday-AG. In diesem Format setzen sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 wöchentlich mehrere Stunden mit selbst gewählten gesellschaftlichen und nachhaltigen Fragestellungen auseinander. In diesem Fall stand das Thema Gerechtigkeit für Frauen im Mittelpunkt. Begleitet wurden die beiden Schülerinnen von ihren Lehrkräften Nadine Benstein und Jill Arras-Engelke, während Planung, Organisation und Finanzierung eigenständig erfolgten.
Die Mutboxen wurden individuell und farbenfroh gestaltet und mit einer Vielzahl an Inhalten bestückt. Neben Hygieneartikeln enthalten sie handgefertigte Aufmerksamkeiten wie bemalte Haarbürsten, Armbänder, Glückssteine sowie Karten und Notizen mit ermutigenden Botschaften. Ergänzend wurden für die im Frauenhaus lebenden Kinder Teddybären angeschafft, die jeweils mit einer kleinen Geschichte versehen sind.
Die Finanzierung des Projekts erfolgte über das Landesprogramm „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“. Aus der bewilligten Fördersumme von 1.000 Euro wurden Materialien und Bastelutensilien für eine gemeinsame Kreativaktion angeschafft.
An der Vorstellung des Projekts nahmen Vertreter des Frauenhauses Wuppertal sowie der Stadt teil. Dabei wurde die Bedeutung sozialen Engagements im Kontext von Nachhaltigkeit hervorgehoben, das neben ökologischen Aspekten auch Menschenwürde, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Unterstützung in Krisensituationen umfasst. Häusliche Gewalt, von der ein erheblicher Teil der Frauen betroffen ist, erfordert Aufmerksamkeit und konkrete Hilfsangebote.
Das Frauenhaus Wuppertal wird vom Verein „Frauen helfen Frauen“ getragen und bietet betroffenen Frauen und ihren Kindern rund um die Uhr Schutz und Beratung. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Adresse der Einrichtung vertraulich, eine telefonische Erreichbarkeit ist jederzeit gewährleistet.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Mutboxen offiziell an das Frauenhaus übergeben.

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