Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi war mit der Beteiligung am gestrigen Warnstreik in Wuppertal sehr zufrieden. Am Dienstag (10. April) sind Schwebebahnen und Busse wie angekündigt nicht gefahren, und mehrere städtische Kindergärten blieben geschlossen. Viele der Streikenden sind zur großen Kundgebung nach Köln gefahren. Alle von Verdi gecharterten Busse in die Domstadt waren bis auf den letzten Platz besetzt – rund 1.000 Wuppertaler Beschäftigte waren nach Angaben von Verdi auf dem Heumarkt dabei.

Nur „Komba“ hat zu weiterem Streiktag aufgerufen

Beim letzten Warnstreik am Dienstag vor drei Wochen (20. März) war Verdi mit der Beteiligung bei weitem weniger zufrieden gewesen. Am Mittwoch (11. April) soll wieder alles weitgehend normal laufen, auch wenn die kleinere Gewerkschaft „Komba“ aus dem Beamtenbund-Bereich noch einmal zum Streik aufgerufen hat. Unklar ist allerdings, wer hier mitmacht. Bei der Stadtverwaltung, da ist die Gewerkschaft sicher, ist aber mit Service-Einschränkungen zu rechnen. So im Wuppertaler Einwohnermeldeamt und in Solinger und Remscheider Kitas.

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) dagegen gehen davon aus, dass bei ihnen wieder alles normal laufen wird. Und auch die Abfallwirtschafts-Gesellschaft Wuppertal (AWG) hat angekündigt, die Abfalltonnen zu leeren – allerdings jeweils einen Tag später als üblich. Bestreikt wird jedoch die Rheinbahn. Die von ihr betriebenen Buslinien von Wuppertal in den Kreis Mettmann und nach Düsseldorf, wie die Linie 784, sind betroffen.