Wuppertal-Liebe auf dem Shirt: Die Erfolgsgeschichte von Marco Kegel und „wprtal“

Auch der legendäre Sprung der Elefantendame Tuffi schaffte es auf eines der Shirts

Was als spontane Idee begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem Herzensprojekt mit internationaler Resonanz: Marco Kegel, Gründer der Marke „wprtal“, feiert in diesem Jahr 14 Jahre voller kreativer Designs und außergewöhnlicher Produkte, die seine Liebe zu Wuppertal ausdrücken.

Ein Start aus dem Kofferraum

Die Idee zu „wprtal“ entstand im Mai 2011, als Marco und sein damaliger Mitgründer David nach einem ansprechenden Wuppertal-Shirt suchten – ohne Frakturschrift und ohne Massenware. „Da wir nichts Passendes fanden, beschlossen wir kurzerhand, es selbst zu machen“, erinnert sich Marco. Mit nur 20 Euro Startkapital und einem Besuch beim Gewerbeamt war die Marke geboren.

Die ersten T-Shirts wurden aus dem Kofferraum heraus verkauft, vor allem im Luisenviertel, und schnell verbreitete sich die Nachricht durch Mundpropaganda. Bald darauf folgte ein eigener Onlineshop, und das Sortiment wuchs um Taschen, Poster und andere kreative Produkte mit Wuppertal-Motiven.

Ein Neuanfang nach Rückschlägen

Nach einer anfänglichen Erfolgsgeschichte wurde es ab 2015 ruhiger um „wprtal“. Marco hatte neben seiner beruflichen Tätigkeit im Steuerbüro seines Vaters und einer zeitintensiven Weiterbildung kaum noch Zeit für das Projekt. David zog sich aus dem Unternehmen zurück, und „wprtal“ lief vorerst auf Sparflamme weiter.

2017, nach Abschluss seiner Weiterbildung und der Geburt seines ersten Kindes, entschied Marco, „wprtal“ neues Leben einzuhauchen. Mit einem überarbeiteten Onlineshop und einem hochwertigen Druckpartner in Köln wagte er einen Neustart. Zudem begann er, neben Textilien auch Produkte wie Kalender und später Spiele in das Sortiment aufzunehmen.

Kreative Vielfalt und soziale Verantwortung

2019 veröffentlichte Marco erstmals einen Kalender mit Motiven von lokalen Fotografen, die er über Instagram gefunden hatte. Das Konzept wurde ein voller Erfolg und entwickelte sich zu einem jährlichen Wettbewerb. Einen Teil der Einnahmen spendet Marco an lokale Projekte wie das Kinderhospiz Burgholz, Utopiastadt oder den Verein Kindertal.

Im gleichen Jahr entwarf er die ikonischen Schwebebahnsocken, von denen bis heute rund 2.500 Paare verkauft wurden. 2020 folgte ein Wuppertal-Quartettspiel, das 32 der 69 Wuppertaler Quartiere präsentiert.

Ein besonderer Meilenstein war die Umstellung der Produktion 2021: Die Veredelung der Textilien erfolgt seitdem in Ronsdorf per Transfersiebdruck, und Marco setzt ausschließlich auf fair produzierte Kleidung aus Bio-Baumwolle und Recyclingmaterialien. „Für mich war es wichtig, hochwertige und nachhaltige Produkte anzubieten, die zugleich die Liebe zu unserer Stadt widerspiegeln“, betont Marco.

Ein Blick in die Zukunft

Heute umfasst das Sortiment von „wprtal“ T-Shirts, Hoodies, Socken, Spiele, Poster und mehr, alles in limitierter Auflage und mit originellen Wuppertal-Motiven. Besonders erfolgreich war zuletzt die „Crnberg“-Edition, die Marco zum Stadtfest Cronenberger Werkzeugkiste herausbrachte.

Die Bestellungen kommen inzwischen nicht nur aus Wuppertal, sondern aus der ganzen Welt, darunter auch aus den USA. Marco bleibt dennoch bodenständig: „Ich danke meiner Familie, meinen Freunden, Partnern und Kunden, die ‚wprtal‘ all die Jahre unterstützt haben. Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen stolz auf unsere Stadt sind und das auch zeigen wollen.“

Beliebte Kollektionen

Die Designs von „wprtal“ erzählen Geschichten über Wuppertal. So erinnert ein navyblaues Shirt an den legendären Sprung der Elefantendame Tuffi aus der Schwebebahn, während andere Motive die charakteristischen Treppen der Stadt oder besondere Stadtteile wie Cronenberg aufgreifen. Eine jüngste Zusammenarbeit mit der Künstlerin Minou Martin brachte ein Motiv ihrer Serie „Mein Wuppi“ auf hochwertige Textilien.

Mit Leidenschaft und Kreativität bleibt Marco Kegel fest entschlossen, die Geschichte von „wprtal“ weiterzuschreiben. Die Liebe zu seiner Heimatstadt wird dabei stets im Mittelpunkt stehen.

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