Ein 45-jähriger Mann aus Wuppertal ist wegen versuchten Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im November des vergangenen Jahres seine frühere Ehefrau in deren Wohnung überfallen und dabei lebensgefährlich verletzt hat.
Nach den Ermittlungen hatte der Mann seiner Ex-Partnerin gezielt aufgelauert. Als sie ihre Wohnung betrat, attackierte er sie mit Pfefferspray und setzte sie so schachmatt. Die Frau versuchte zu fliehen, stürzte jedoch im Zuge der Auseinandersetzung. Der Täter nutzte die Gelegenheit, um ihr mit einer abgebrochenen Glasflasche eine Schnittverletzung am Hals zuzufügen. Dabei wurde die Halsschlagader der Frau verletzt – ein Umstand, der nach Einschätzung der Ermittler lebensbedrohlich war.
Nur durch das entschlossene Eingreifen zweier Passanten konnte eine Eskalation mit möglicherweise tödlichem Ausgang verhindert werden. Sie hielten den Täter zurück und verständigten die Rettungskräfte, die die schwer verletzte Frau versorgten.
Das Gericht bewertete die Tat als besonders brutal und sprach von einer gezielten, rücksichtslosen Vorgehensweise. Die ausgesprochene Strafe berücksichtigt neben dem versuchten Tötungsdelikt auch die massive Gewaltanwendung sowie die psychischen Folgen für das Opfer.
Mit dem Urteil endet ein Verfahren, das nicht nur aufgrund der Schwere der Tat, sondern auch wegen der Zivilcourage der helfenden Personen große Aufmerksamkeit erregt hatte.
Wuppertal: Viereinhalb Jahre Haft wegen versuchten Totschlags an Ex-Partnerin
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