Wuppertaler Tierpfleger unterstützt Zoo Lissabon bei Elefantenmedizin

Atamari/CCA



Fachlicher Austausch während privatem Aufenthalt

Filipe von Gilsa, Tierpfleger im Grünen Zoo Wuppertal, nutzte einen privaten Aufenthalt in Portugal, um den Zoo Lissabon zu besuchen und dort seine langjährige Erfahrung im Umgang mit Elefanten einzubringen. Anlass war eine veterinärmedizinische Untersuchung am Afrikanischen Elefantenbullen Jassa, bei der eine Rüsselspülung zur Gewinnung von Proben erforderlich war.

Spezialisierte Technik ohne Sedierung

Das Verfahren dient dazu, Nasensekret zu gewinnen und auf mögliche Krankheitserreger zu analysieren – ein wichtiger Schritt im Rahmen von Transportvorbereitungen. Von Gilsa konnte den Kollegen vor Ort zeigen, wie diese Untersuchung ohne Sedierung durchgeführt werden kann. Dabei wird ein dünner Schlauch in ein Nasenloch eingeführt und sterile Kochsalzlösung verabreicht. Der Elefant hebt anschließend den Rüssel, lässt die Flüssigkeit in die Nasengänge einfließen und bläst sie später in einen dafür vorgesehenen Auffangbeutel, in dem das Sekret für die Analyse gesammelt wird.

Erkenntnisse für Wuppertal

Neben der praktischen Unterstützung nutzte von Gilsa den Aufenthalt, um die Elefantenanlage des Zoo Lissabon eingehend zu studieren. Die dort gewonnenen Eindrücke und Anregungen sollen in die geplante Erweiterung der Elefantenanlage im Grünen Zoo Wuppertal einfließen.

Internationale Zusammenarbeit

Der fachliche Austausch verdeutlicht die Bedeutung der internationalen Kooperation zwischen zoologischen Einrichtungen. Durch die Weitergabe von Spezialwissen und gemeinsame Erfahrungswerte wird die medizinische Versorgung und Haltung von Elefanten kontinuierlich verbessert.

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