Wuppertaler Umweltschutzzug stellt Aufgaben und Ausrüstung vor

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Wuppertal. Mit einer Ausstellung, Vorführungen und umfassenden Informationen hat sich der Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal am Samstag am Toelleturm der Öffentlichkeit präsentiert. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Barmer Verschönerungsverein organisiert wurde, bot Einblicke in die Arbeit der rund 50 ehrenamtlichen Mitglieder sowie in die technische Ausstattung der Einheit.

Spezialeinheit mit Tradition

Der Umweltschutzzug ist eine eigenständige Einheit innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal. Seine Ursprünge liegen im Katastrophenschutz mit Schwerpunkt auf ABC-Gefahren – atomare, biologische und chemische Risiken. Im Laufe der Jahre wurde er in die Feuerwehrstruktur integriert und übernimmt heute Aufgaben in den Bereichen Katastrophen- und Umweltschutz.

Ausbildung und Einsatzspektrum

Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, absolvieren die Mitglieder jährlich etwa 160 Ausbildungsstunden in Theorie und Praxis. Trainiert wird unter anderem der Umgang mit Gefahrstoffen, die Strahlenmessung bei Verdachtsfällen sowie der Einsatz bei Bränden oder Naturereignissen. Beim Aktionstag am Toelleturm demonstrierten die Einsatzkräfte beispielsweise Maßnahmen zur Bekämpfung von Waldbränden sowie den sicheren Umgang mit radioaktiven Materialien.

Technik und Ausrüstung

Im Mittelpunkt der Ausstellung standen die Spezialfahrzeuge und Geräte des Umweltschutzzuges. Dazu gehört der sogenannte „Erkunder“, ein Fahrzeug, das mit modernsten Messinstrumenten ausgestattet ist und bei Einsätzen zur Feststellung möglicher Kontaminationen eingesetzt wird. Für Hochwasserlagen verfügt die Einheit über mobile Pumpen und Rollwagen. Darüber hinaus stehen Systeme zur Verfügung, um kontaminiertes Löschwasser zurückzuhalten, bevor es in die Kanalisation gelangt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung von Personen, die mit Schadstoffen in Berührung gekommen sind. Hierfür hält der Umweltschutzzug mobile Dekontaminationszelte bereit, in denen Betroffene ihre Kleidung ablegen, duschen und anschließend mit Ersatzkleidung versorgt werden können.

Information und Nachwuchsgewinnung

Neben der Präsentation der Einsatzmittel verfolgte die Veranstaltung auch das Ziel, die Bevölkerung für Themen des Umwelt- und Katastrophenschutzes zu sensibilisieren und gleichzeitig Interesse für die Jugendfeuerwehr sowie den Förderverein zu wecken. Trotz wechselhafter Witterung nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich über die Arbeit der Einheit zu informieren und Einblicke in die vielfältigen Aufgabenfelder zu gewinnen.

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