Im Grünen Zoo Wuppertal kommen erstmals Fitnesstracker zum Einsatz, um das Verhalten von Hirschebern detailliert zu erfassen. Ziel der Forschung ist es, die Aktivitätsmuster der Tiere zu analysieren und die Haltungsbedingungen im Zoo an ihre natürlichen Bedürfnisse anzupassen.
Die Hirscheber bewegen sich neugierig durch ihr Gehege, rüsseln am Boden und durchstreifen die Anlage. Um ihr Verhalten systematisch zu untersuchen, dokumentiert die Biologin Franziska Schröder über Wochen hinweg jede Bewegung der Tiere. Dabei wird insbesondere erfasst, wann die Tiere aktiv sind, wann sie nach Nahrung suchen und wann sie Ruhephasen einlegen.
Um die Beobachtungen zu präzisieren, werden den Tieren kleine Sensoren auf den Rücken geklebt. Diese Hightech-Geräte zeichnen kontinuierlich Bewegungsdaten auf und liefern Informationen über Aktivitätsintensität, Suchverhalten und Ruhezeiten. Gleichzeitig dienen die Daten der tierärztlichen Betreuung: Auffällige Veränderungen im Bewegungsmuster können frühzeitig auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Tierärztin Gila Sauspeter wertet die rund um die Uhr gesammelten Daten aus, um die Gesundheit der Tiere zu überwachen.
Die Sensoren werden regelmäßig überprüft und neu befestigt, sodass die Tiere über mehrere Wochen kontinuierlich begleitet werden. Anschließend werden die gesammelten Daten mit Beobachtungen aus der freien Wildbahn verglichen. Die Analyse ermöglicht es, die Haltung der Hirscheber im Zoo gezielt zu verbessern und stärker an ihren natürlichen Lebensgewohnheiten auszurichten.
Zoo Wuppertal setzt Fitnesstracker bei Hirschebern ein
Atamari/CCA