Rund 250 Menschen versammelten sich am Dienstagabend (28. November) in der Aula der Erich-Fried-Gesamtschule (EFG) für den vierten öffentlichen Informationsabend von Straßen.NRW zum geplanten Ausbau der L419. Die Pläne von Straßen.NRW sehen eine durchgehend vierspurige Straße mit zusätzlichen Verflechtungsspuren – diese sollen die Staubenthaler Straße und die Erbschlöer Straße anbinden – sowie einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen den Ronsdorfer Anlagen und dem Scharpen-acken vor. Rund 53 Millionen Euro soll der Ausbau dieses ersten Bauabschnitts kosten. Im zweiten Schritt soll dann ein direkter Anschluss von der L419 an die A1 realisiert werden.
Projektleiter Andreas Früh (Straßen.NRW) sprach zunächst die Gründe für die geplante Baumaßnahme an und nannte unter anderem auch die Entlastung der A46 und des Kreuz Wuppertal. Die momentane Kapazität der L419 sei „unzureichend“, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass Prognosen, die dem Land NRW vorliegen, eine Steigerung des Verkehrsaufkommen von 22.000 Fahrten auf der Parkstraße (Stand heute) auf 52.000 Fahrten (projizierter Stand 2025) vorhersehen. Auch der Lärmschutz solle sich im Vergleich zum heutigen Stand verbessern, so Früh weiter.

Nach Vorträgen zu den Themen Lärmschutz, Emissionen und der Vorführung einer Videoanimation des ersten Bauabschnitts, hatten die Besucher für rund 20 Minuten die Gelegenheit, einer Expertenrunde im Rahmen einer öffentlichen Diskussion Fragen zu stellen. Ein Ronsdorfer warf Straßen.NRW vor, eine „vorsätzliche Schädigung der Bewohner“ bei der Planung der L419 in Kauf zu nehmen. Auf die Frage, warum eine Tunnellösung verworfen wurde, antwortete Projektleiter Früh, dass die Kosten für den Bau von einem Kilometer Tunnel bei rund 60 Millionen Euro liegen würden, während der gesamte erste Bauabschnitt nach der aktuellen Planung rund 53 Millionen Euro kosten würde. Nach der Diskussionsrunde standen die Experten dann an Infoständen im Foyer der EFG für weitere Fragen zur Verfügung. Die Planunterlagen zum Ausbau der L419 liegen derzeit im Rathaus Barmen aus und sind öffentlich einsehbar. Bedenken von betroffenen Bürgern können bis zum 21. Dezember bei der Stadt Wuppertal oder auch bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden.

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