Wuppertal – Die Stadt Wuppertal macht bei der Digitalisierung ihres Bauaktenarchivs unerwartet große Fortschritte. Ursprünglich war ein deutlich längerer Zeitraum für die vollständige Archivierung eingeplant, doch nun geht die Stadtverwaltung davon aus, das Projekt bereits im Februar 2027 abschließen zu können. Damit würde sich der Zeitaufwand gegenüber der ersten Prognose nahezu halbieren.
Die zügigere Umsetzung ist unter anderem auf die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen durch den Stadtrat zurückzuführen. Diese ermöglichen den Einsatz eines externen Scan-Dienstleisters sowie den Einsatz studentischer Hilfskräfte. Letztere bereiten die Bauakten für den Digitalisierungsprozess vor, versehen sie mit QR-Codes und gewährleisten so deren eindeutige Zuordnung und Auffindbarkeit im digitalen System. Nach aktuellem Stand sind bereits rund 55 Prozent des gesamten Aktenbestands digitalisiert.
Der Fortschritt wirkt sich spürbar auf die Bearbeitungszeiten aus. Anträge auf Akteneinsicht, deren Unterlagen bereits digital vorliegen, können häufig innerhalb weniger Stunden oder weniger Tage bearbeitet werden. Voraussetzung hierfür ist die Authentifizierung des Antragstellenden, beispielsweise über das Elster-Verfahren. Auch bei nicht digitalisierten Akten sind die Wartezeiten erheblich gesunken – statt zuvor acht bis zwölf Monate müssen Antragsteller derzeit nur noch mit zwei bis vier Monaten rechnen.
Zusätzliche organisatorische Maßnahmen im Bauamt tragen zur Beschleunigung des Projekts bei. Ein eigens eingesetzter Mitarbeiter koordiniert den Digitalisierungsprozess und optimiert interne Abläufe. Zudem wurde ein Statiker eingestellt, der die technischen Bewertungen übernimmt und damit das Fachpersonal in den Bezirken entlastet. Dies sichert die Handlungsfähigkeit der Behörde auch bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie dem Fall eines akut einsturzgefährdeten Gebäudes, das kurzfristig umfangreiche Prüfungen erforderlich machte.
Mit dem zusätzlichen Personal und dem konsequenten Ausbau der digitalen Infrastruktur sieht sich die Stadtverwaltung gut aufgestellt, um den ambitionierten Zeitplan einzuhalten und den Bürgerservice weiter zu verbessern.
Digitalisierung des Wuppertaler Bauaktenarchivs schreitet schneller voran als geplant
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