In Wuppertal steht die Bau- und Handwerksbranche vor einer außergewöhnlichen Herausforderung. Nach aktuellen Berechnungen des Pestel-Instituts benötigen große Teile des Wohnungsbestands der Stadt eine umfassende Modernisierung.
82 Prozent der Wohnungen sanierungsbedürftig
Von den rund 188.000 Wohnungen in Wuppertal sind demnach etwa 82 Prozent älter als 45 Jahre und damit in einem Zustand, der eine grundlegende Sanierung erforderlich macht. Vor allem die energetische Qualität vieler Gebäude gilt als unzureichend. Schlechte Dämmung und veraltete Bausubstanz führen dazu, dass der Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche in Wuppertal im Schnitt knapp fünf Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.
Forderung nach politischer Unterstützung
Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel weist auf die Dimension dieser Aufgabe hin und spricht von einem Vorhaben, das nur mit zusätzlicher Unterstützung von Bund und Land zu bewältigen sei. Angesichts des enormen Sanierungsvolumens mahnt der Verband eine deutliche Ausweitung der staatlichen Förderprogramme an, um die Modernisierung des Wohnungsbestands wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Handwerk vor großem Bedarf
Für die regionale Bauwirtschaft bedeutet dies in den kommenden Jahren eine erhebliche Nachfrage nach Arbeitskräften und Materialien. Neben der energetischen Ertüchtigung der Gebäude wird auch die Modernisierung der technischen Infrastruktur eine zentrale Rolle spielen.
Sanierungsbedarf in Wuppertal erreicht historische Dimension
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}