Der Eisenbahner Sport Verein West (ESV) in Wuppertal erweitert sein Angebot um eine in Nordrhein-Westfalen bislang außergewöhnliche Disziplin: Mit der neuen Sparte für Doppelaxtwerfen startet erstmals ein offiziell organisierter und versicherter Verein für diese Sportart im Land. Zur Eröffnung der eigens eingerichteten Wurfanlage sind Interessierte eingeladen, die Technik unter fachlicher Anleitung kennenzulernen und selbst erste Würfe auszuprobieren.
Im Mittelpunkt des Sports stehen Kraft, Konzentration und Präzision. Die Teilnehmer werfen dabei rund anderthalb Kilogramm schwere Äxte aus Karbonstahl auf spezielle Zielscheiben. Bereits wenige Versuche zeigen, dass die Belastung körperlich anspruchsvoll ist und insbesondere Rücken- und Armmuskulatur beansprucht.
Die Sicherheitsstandards spielen bei der neuen Sportart eine zentrale Rolle. Vereinsvorsitzender Guido Klees, der seit rund zwei Jahren selbst aktiv ist, sieht gerade in der offiziellen Vereinsstruktur einen entscheidenden Vorteil. Durch die Einbindung in den ESV verfügt die Abteilung über Versicherungsschutz sowie feste Sicherheits- und Trainingsabläufe – ein Aspekt, der angesichts der verwendeten Sportgeräte von besonderer Bedeutung ist.
Klees verfolgt mit dem Aufbau der Sparte das Ziel, den noch wenig verbreiteten Sport in Nordrhein-Westfalen bekannter zu machen. Während es im Bundesland bislang kaum organisierte Vereine für Doppelaxtwerfen gibt, existieren in anderen Regionen Deutschlands bereits etablierte Strukturen und Ligen, unter anderem in Hessen und Bayern. Dort wird der Sport zunehmend professioneller betrieben.
Nach Angaben des Vereins haben bereits rund 30 Interessierte ihre Teilnahme angekündigt. Der ESV hofft nun auf weiteren Zulauf und darauf, neue Mitglieder für die ungewöhnliche Präzisionssportart zu gewinnen.
Axtwerfen etabliert sich als Vereinssport in Wuppertal
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