Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen macht Mut. Doch Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke bedauert. „Von der guten Arbeitsmarktentwicklung profitieren leider nicht alle Wuppertaler.“ Die Unterbeschäftigungsquote stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Punkte auf 16,5 Prozent. Als „Unterbeschäftigte“ werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.

Mucke nimmt die gestiegene Quote zum Anlass, den Bund aufzufordern, die Mittel für Maßnahmen der Beschäftigungsförderung zu erhöhen. „Die Kassen der Bundesagentur für Arbeit, des Bundesfinanzministers und der Rentenversicherung sind prall gefüllt. Mit zusätzlichen Mitteln könnte unser Jobcenter noch mehr Stellen auf dem zweiten Arbeitsmarkt und zudem auch verstärkt digitale Qualifizierungsmaßnahmen anbieten“, erklärt er.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um schwerpunktmäßig die Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Dazu gehören auch stärkere Anstrengungen bei der medizinische Rehabilitation, damit gesundheitlich eingeschränkte Arbeitslose schnell wieder berufstätig werden können“, so Mucke abschließend.