Interdisziplinäres Forschungsprojekt untersucht das Verhalten großer Personengruppen im Alltag. Erste Experimente mit 200 Teilnehmern sind für Ende November geplant.
Die Bergische Universität Wuppertal untersucht künftig gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und der Universität Groningen, wie sich Menschen in großen Gruppen bewegen und welche Faktoren ihr Verhalten beeinflussen. Für das gemeinsame Vorhaben erhalten die Forschungseinrichtungen eine der bedeutendsten europäischen Wissenschaftsauszeichnungen sowie Fördermittel in Höhe von 9,4 Millionen Euro.
Im Zentrum des Projekts stehen Bewegungsabläufe und Interaktionen in Menschenmengen. Die Wissenschaftler wollen untersuchen, wie sich Personen in unterschiedlichen Situationen verhalten und wodurch die Dynamik innerhalb größerer Gruppen entsteht. Die Erkenntnisse sollen unter anderem helfen, Bewegungen in Einkaufszentren, an Bahnhöfen und bei Großveranstaltungen besser zu verstehen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen. Experten aus der Sozialpsychologie, der Physik und den Computerwissenschaften bringen ihre jeweiligen Methoden und Erkenntnisse in das Forschungsprojekt ein. Durch diese Verbindung sollen sowohl das individuelle Verhalten als auch die Bewegungsmuster ganzer Gruppen analysiert werden.
An der Universität Wuppertal sollen Ende November die ersten Versuche beginnen. Dafür ist eine Studie mit rund 200 Teilnehmern vorgesehen. Interessierte können sich bereits jetzt per E-Mail an Professorin Anna Sieben wenden, die das Vorhaben an der Universität begleitet.
Kontakt: [email protected]
Universität Wuppertal erhält Millionenförderung für Forschung zu Menschenmengen
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