Abgebrannte Malteser-Wache in Wuppertal wird zurückgebaut

Daniel H/CCA



Der im März durch ein Feuer schwer beschädigte Malteser-Standort am Schwabenweg in Wuppertal wird derzeit abgerissen. Die Arbeiten durch ein spezialisiertes Unternehmen laufen bereits seit vergangener Woche. Die Ursache des Brandes konnte nach bisherigen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Versicherungen bislang nicht geklärt werden. Auch die endgültige Höhe des entstandenen Schadens steht weiterhin aus.

Das Gebäude war bei dem Feuer nahezu vollständig zerstört worden. Lediglich ein Teil der Fahrzeughalle, in der sich auch die Küche des Menüservices befand, blieb teilweise erhalten. Sämtliche Büroräume sowie Sozialbereiche wurden vernichtet. In der ausgebrannten Halle befanden sich zudem sechs Einsatzfahrzeuge, die vollständig zerstört wurden.

Trotz der erheblichen Schäden konnte der Betrieb der betroffenen Dienste aufrechterhalten werden. Die Bereiche Hausnotruf, Menüservice, Rettungsdienst und Krankentransport arbeiten seit dem Brand dezentral weiter. Mitarbeiter des Rettungsdienstes sind derzeit bei der Berufsfeuerwehr untergebracht. Die Verwaltung des Hausnotrufs wurde nach Solingen verlagert, während der soziale Hintergrunddienst weiterhin von verschiedenen Standorten innerhalb Wuppertals aus arbeitet. Auch die Versorgung der Kunden des Menüservices erfolgt weiterhin ohne Unterbrechung.

Die Einsatzeinheit der Malteser musste unmittelbar nach dem Brand bei der Bezirksregierung abgemeldet werden, da mehrere Fahrzeuge des Katastrophenschutzes zerstört wurden. Der Hilfsdienst arbeitet nach eigenen Angaben an neuen Lösungen für die Wiederherstellung der Einheit. Konkrete Angaben zu Zeitplan oder Umfang seien derzeit jedoch noch nicht möglich.

Ob die Wache am bisherigen Standort neu errichtet wird, ist bislang offen. Parallel zum laufenden Betrieb prüfen die Malteser verschiedene Möglichkeiten für neue Büro- und Unterbringungsflächen in Wuppertal. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Unterstützung erhält der Hilfsdienst insbesondere von der Feuerwehr Wuppertal, die unter anderem Räume, Fahrzeuge und Sicherheitsausstattung zur Verfügung stellt. Auch benachbarte Malteser-Standorte sowie die Stadt Wuppertal beteiligen sich an der Bewältigung der Folgen des Brandes. Eine eigens eingerichtete Hotline für Angehörige, Mitarbeiter und Kunden wurde inzwischen wieder eingestellt. Die Malteser sind nun wieder über ihre regulären Rufnummern erreichbar.

Das könnte Dich auch interessieren

Verkehrsunfall mit fünf Fahrzeugen auf der A1 bei Wuppertal

Feuerwehr Wuppertal erhält Auszeichnung für Fahrzeugdesign auf der Interschutz

Polizeieinsatz im Gartenhallenbad Langerfeld nach Handyaufnahmen und Softair-Waffe