Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung des Gartenhallenbads Langerfeld ist es dort zu einem Polizeieinsatz gekommen. Vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren sorgten am Wochenende für Aufsehen, nachdem sie im Umkleidebereich des Schwimmbads unerlaubte Videoaufnahmen gemacht hatten.
Mitarbeiter des Bades wurden auf die Gruppe aufmerksam und stellten fest, dass die Jugendlichen im Bereich der Umkleiden filmten. Daraufhin wurden die vier Jungen des Gebäudes verwiesen.
Im weiteren Verlauf meldeten Badegäste dem Personal, sie hätten Gespräche der Jugendlichen über eine mitgeführte Waffe wahrgenommen. Aus Sicherheitsgründen wurde daraufhin die Polizei verständigt.
Mehrere Streifenwagen rückten zum Schwimmbad aus und kontrollierten die Jugendlichen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten bei einem 15-Jährigen eine Softair-Waffe, die anschließend sichergestellt wurde. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt.
Softair-Waffen verschießen Kunststoffkugeln mittels Druckluft und können echten Schusswaffen optisch stark ähneln. Obwohl sie in der Regel nicht tödlich sind, können ihre Geschosse Verletzungen verursachen, darunter Prellungen, Blutergüsse und schwere Schäden an den Augen.
Die Jugendlichen mussten zudem sämtliche angefertigten Foto- und Videoaufnahmen löschen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten drei der Jungen ihren Begleiter gefilmt, indem sie ein Mobiltelefon über die Trennwand einer Umkleidekabine hielten.
Zur Gewährleistung eines sicheren Badebetriebs setzen einige Wuppertaler Schwimmbäder inzwischen zusätzlich auf Sicherheitspersonal. Mitarbeiter in den Einrichtungen werden darüber hinaus regelmäßig für den Umgang mit Störungen und Konfliktsituationen geschult. Nach Angaben des Sport- und Bäderamts gelten die städtischen Bäder weiterhin als sichere Orte für Besucher.
Polizeieinsatz im Gartenhallenbad Langerfeld nach Handyaufnahmen und Softair-Waffe
Daniel H/CCA