Während an den Wuppertaler Schulen der Unterricht ruht, nutzt das Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) die Sommerferien für zahlreiche Bau-, Sanierungs- und Wartungsmaßnahmen. Der Schwerpunkt liegt auf Schulen, daneben werden auch Sportstätten und weitere städtische Gebäude modernisiert.
Zu den größten Projekten zählt der Bau der siebten städtischen Gesamtschule an der Bockmühle. Auf dem Gelände laufen derzeit Abrissarbeiten an den ehemaligen Fabrikhallen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Für das Gesamtprojekt sind Investitionen von 157,7 Millionen Euro vorgesehen. Darin enthalten sind 22,8 Millionen Euro für die Ausstattung der Schule sowie finanzielle Reserven für mögliche Baukostensteigerungen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2030 geplant.
Auch an der Grundschule Eichenstraße in Barmen stehen umfangreiche Arbeiten an. Vor dem Neubau werden das bestehende Gebäude von Schadstoffen befreit und Nebengebäude abgerissen. Deutlich weiter fortgeschritten ist der Neubau der Grundschule Gewerbeschulstraße. Während der Sommerferien soll der Rohbau fertiggestellt werden, anschließend beginnen die Dachdeckerarbeiten. Die Eröffnung des neuen Schulgebäudes ist zum Schuljahresbeginn 2028 vorgesehen. Bis dahin findet der Unterricht weiterhin am Ausweichstandort an der Rudolf-Steiner-Straße statt.
Weitere Investitionen fließen in den Umbau des Schulgebäudes an der Kyffhäuserstraße. Dort entsteht eine Dependance der Schule am Nordpark, da die Kapazitäten der Förderschule an ihren bisherigen Standorten ausgeschöpft sind. An der Angelo-Roncalli-Schule werden in drei Klassenräumen die Bodenbeläge vollständig erneuert.
Auch auf mehreren langfristigen Schulbaustellen gehen die Arbeiten in den Ferien weiter. Betroffen sind unter anderem die Realschule Leimbacher Straße, die Gesamtschule Langerfeld, das Ganztagsgymnasium Johannes Rau sowie die Realschule Vohwinkel.
Die Stadt hatte bereits zu Jahresbeginn angekündigt, in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 185 Millionen Euro in den Schulbau zu investieren. Trotz dieses hohen Investitionsvolumens bleiben die Möglichkeiten begrenzt. Nach Einschätzung der Verantwortlichen verhindern insbesondere fehlende personelle und finanzielle Ressourcen eine schnellere Umsetzung weiterer Bauvorhaben. Deshalb müssen die verfügbaren Kapazitäten gezielt auf besonders dringende Projekte konzentriert werden.
Hinzu kommt, dass Bauarbeiten bevorzugt während der unterrichtsfreien Zeit stattfinden, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Gleichzeitig erschweren die Ferien die Organisation der Baustellen, da sowohl in der Verwaltung als auch bei den ausführenden Unternehmen Personal urlaubsbedingt zeitweise nicht zur Verfügung steht.
Neben den Schulen werden auch mehrere Sportstätten modernisiert. In der Schwimmoper erfolgen Reparaturen sowie die Umrüstung der Unterwasserscheinwerfer auf LED-Technik. Das Bad bleibt deshalb bis zum 30. August geschlossen. Ebenfalls bis Ende August außer Betrieb ist das Schwimmsportleistungszentrum. Nach Abschluss der Arbeiten soll dort das zuletzt gesperrte Aufwärmbecken wieder genutzt werden können.
In den Turnhallen an der Echoer Straße, Kurt-Schumacher-Straße, Wilkhausstraße und Birkenhöhe werden die Umkleide- und Sanitärbereiche umfassend saniert. Darüber hinaus werden Elektro-, Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie die Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik erneuert. In der Turnhalle Reiterstraße werden außerdem Fenster und Vordach ersetzt.
Auch das Opernhaus profitiert von den laufenden Bauarbeiten. Im Zuge der abschließenden Maßnahmen nach den Hochwasserschäden von 2021 werden die Spindelantriebe der Orchesterpodien ausgetauscht. Zusätzlich ersetzt die Stadt rund 2.000 Leuchten durch energieeffiziente LED-Technik.
Den größten Anteil der Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen nehmen jedoch weiterhin die Schulen ein. An der Förderschule am Nordpark werden die Sanitäranlagen sowie Wasser- und Heizungsleitungen erneuert. Im Berufskolleg Elberfeld entsteht am Döppersberg eine zusätzliche Etage für die vorübergehende Unterbringung der Oberstufenklassen des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums.
An der Gesamtschule Barmen werden verschiedene Bodenbeläge ausgetauscht, darunter das Parkett in der Mensa. Die Dachsanierung an der Erich-Fried-Gesamtschule wird fortgesetzt und umfasst auch Arbeiten an der Glasfassade der Mensa. An der Grundschule Hütterbusch werden rund 300 Leuchtstoffröhren gegen LED-Beleuchtung ersetzt, während die Grundschule Mercklinghausstraße im Verlauf der Sommerferien eine Photovoltaikanlage erhält.