Wuppertal – Ein Mehrfamilienhaus in Wuppertal ist am Samstagabend wegen akuter Einsturzgefahr geräumt worden. Ursache waren erhebliche Schäden an der Deckenkonstruktion einer Erdgeschosswohnung. Nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen konnte die unmittelbare Gefahr am Sonntagmorgen zunächst beseitigt werden.
Ausgangspunkt des Einsatzes war abgeplatzter Putz an der Decke einer Wohnung im Erdgeschoss. Als die Feuerwehr die betroffene Konstruktion näher untersuchte und Teile der Decke öffnete, zeigte sich ein deutlich gravierenderes Schadensbild: Tragende Holzbalken waren stark morsch, einige waren bereits nicht mehr vorhanden.
Decke musste abgestützt werden
Aufgrund der Schäden bestand nach Einschätzung der Fachleute die Gefahr, dass die Decke einstürzen könnte. Die betroffenen Bereiche wurden deshalb zunächst provisorisch abgestützt. Die Bewohner der beiden unmittelbar gefährdeten Wohnungen mussten das Gebäude verlassen und die Nacht außerhalb ihrer Wohnungen verbringen.
Eine Familie kam in einer von der Stadt Wuppertal bereitgestellten Unterkunft unter. Ein weiterer Bewohner organisierte eigenständig eine Übernachtungsmöglichkeit.
THW sichert Tragkonstruktion
Im weiteren Verlauf übernahm das Technische Hilfswerk zusätzliche Sicherungsarbeiten. Die Einsatzkräfte waren in der Nacht damit beschäftigt, die beschädigte Deckenkonstruktion weiter abzustützen und die Tragfähigkeit der betroffenen Balken vorübergehend zu verbessern.
Nach Angaben der Feuerwehr war die akute Einsturzgefahr am Sonntagmorgen gebannt. Eine dauerhafte Freigabe des Gebäudes ist damit jedoch nicht verbunden.
Wie mit dem Gebäude weiter verfahren wird und ob die betroffenen Wohnungen wieder genutzt werden können, soll nun die Bauaufsicht der Stadt Wuppertal entscheiden.
Einsturzgefahr in Wuppertaler Mehrfamilienhaus
Anka/CCA