Im Waldgebiet am Ehrenberg in Wuppertal-Langerfeld hat die Stadtverwaltung am Montag eine umfangreiche Pflanzaktion durchgeführt. Innerhalb von dreieinhalb Stunden setzten Mitarbeiter aus den Bereichen Umweltschutz sowie Grünflächen und Forsten insgesamt 700 neue Bäume in den Boden. Ziel der Maßnahme ist es, geschädigte Waldbestände zu erneuern und zugleich einen Beitrag zur Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen zu leisten.
Hintergrund der Aufforstung sind erhebliche Schäden an den bisherigen Fichtenbeständen, die insbesondere durch anhaltende Trockenperioden und den Befall durch Borkenkäfer entstanden sind. Um die betroffenen Flächen nachhaltiger zu gestalten, fiel die Wahl auf widerstandsfähigere Baumarten. Gepflanzt wurden 600 Weißtannen und 100 Esskastanien, die als besser an trockene Bedingungen angepasst gelten und langfristig zur Stabilisierung des Waldes beitragen sollen.
An der Aktion beteiligten sich neben dem Ressortleiter rund 25 Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Zu Beginn erhielten sie eine praktische Einführung in die fachgerechte Pflanztechnik. Anschließend wurden die Setzlinge nach einem festgelegten Raster mit einem Abstand von jeweils zwei Metern gesetzt, um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten.
Die Neuanpflanzung soll nicht nur die Widerstandsfähigkeit des Waldes erhöhen, sondern auch dessen ökologische Vielfalt verbessern. Die zuvor stark von Fichten dominierte Fläche wird durch die neuen Baumarten strukturell aufgewertet und langfristig stabilisiert.
Zum Schutz der jungen Pflanzen wurde das Gebiet im Anschluss eingezäunt, um Schäden durch Wildtiere zu verhindern. Für den Fall, dass dennoch einzelne Setzlinge nicht anwachsen, ist eine Nachpflanzung vorgesehen.
Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Engagements der Stadt im Bereich Klimaschutz und Waldpflege. Allein im laufenden Jahr wurden im Zuständigkeitsbereich der Grünflächenverwaltung rund 30.000 Bäume neu gepflanzt.
Aufforstung am Ehrenberg: Stadt Wuppertal pflanzt 700 klimaresiliente Bäume
Grünschütze/CCA