Nach dem unerwarteten Sturz einer Linde auf dem Johannes-Rau-Platz zu Beginn des Jahres sind die Bäume rund um das Barmer Rathaus umfassend untersucht worden. Ein Gutachter überprüfte insgesamt 24 Bäume im Umfeld des Gebäudes auf ihre Stand- und Verkehrssicherheit.
Die Untersuchungen konzentrierten sich insbesondere auf die Bedingungen im stark versiegelten Bereich rund um das Rathaus. Sowohl auf dem Johannes-Rau-Platz als auch im Innenhof erschweren verdichtete Böden den Wurzeln das Wachstum und beeinträchtigen langfristig die Stabilität der Bäume.
Das Ergebnis der Prüfung fällt überwiegend positiv aus: Der Großteil des Bestandes kann erhalten bleiben. Drei Bäume müssen allerdings gefällt werden. Betroffen sind zwei Robinien sowie eine Baumhasel im Innenhof des Rathauses, deren Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.
Bei vier weiteren Bäumen sind umfangreiche Rückschnitte vorgesehen. Dazu zählen eine Baumhasel im Innenhof sowie drei Platanen an der Großen Flurstraße. Weitere sechs Platanen auf dem Parkplatz an der Großen Flurstraße werden moderat zurückgeschnitten. Für elf der untersuchten Bäume sehen die Gutachter dagegen keinen Handlungsbedarf.
Mit den Maßnahmen soll der prägende Charakter des Rathausumfeldes erhalten bleiben. Vor allem die großen Platanen auf dem Parkplatz bleiben bestehen und übernehmen weiterhin wichtige Funktionen für das Stadtklima, etwa durch Verschattung, Kühlung und Luftfilterung. Die gefällten Bäume sollen in der Pflanzsaison 2026/2027 ersetzt werden.
Die Arbeiten beginnen noch in dieser Woche. Bereits am Dienstag, 19. Mai, werden hinter dem Rathaus Halteverbote eingerichtet. Zudem wird der Betriebshof ab dem Übergang zum Neubau gesperrt. Die Baumarbeiten selbst sind für Donnerstag und Freitag, 21. und 22. Mai, vorgesehen.
Bäume am Barmer Rathaus weitgehend standsicher
-wuppertaler /CCA