Schwelm. Im Zuge geplanter Sanierungsarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Hagen und Wuppertal ist im Schwelmer Stadtgebiet ein möglicher Blindgänger identifiziert worden. Der Verdachtspunkt liegt im Bereich der Kreuzung Markgrafenstraße/Märkische Straße nahe des Bahndamms in Richtung des Jugendzentrums an der Märkischen Straße 16.
Ausgangspunkt der Untersuchungen waren Luftbildauswertungen, die Hinweise auf eine potenzielle Kampfmittelbelastung ergaben. Daraufhin durchgeführte Probebohrungen bestätigten weiteren Klärungsbedarf, sodass nun eine gezielte Freilegung des Areals vorgesehen ist.
Die Arbeiten zur Überprüfung des Verdachts sind für Mittwoch, den 15. April 2026, in den Morgenstunden angesetzt. Sollte sich dabei das Vorhandensein eines Blindgängers bestätigen, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst umgehend Maßnahmen zur Entschärfung einleiten.
Evakuierung im möglichen Gefahrenfall vorgesehen
Für den Fall eines tatsächlichen Bombenfundes ist vorgesehen, dass ein Sicherheitsradius von mindestens 250 Metern um den Fundort eingerichtet wird. Innerhalb dieses Bereichs müssen Anwohner ihre Wohnungen am selben Tag ab etwa 12 Uhr vorübergehend verlassen. Die Dauer der Evakuierung wird voraussichtlich zwei bis drei Stunden betragen.
Die betroffenen Bürger werden rechtzeitig über verschiedene Kanäle informiert. Dazu zählen unter anderem Warnmeldungen über die NINA-App, Durchsagen im Rundfunk sowie Hinweise über die offiziellen Kommunikationsplattformen der Stadt, einschließlich der Internetseite und sozialer Netzwerke.
Bombenverdacht in Schwelm: Sondierungsarbeiten an Bahnstrecke geplant
Daniel H/CCA