Wuppertal. Nach mehreren Unfällen hat die Polizei auf der Wuppertaler Nordbahntrasse das Geschwindigkeitsverhalten der Verkehrsteilnehmer überprüft. Am Heubruch kam am Dienstag eine mobile Messanlage zum Einsatz. Im Mittelpunkt standen E-Scooter, Fahrräder und Skater.
Das Messgerät war auf 20 km/h eingestellt. Dieser Wert entspricht der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für E-Scooter. Auch zahlreiche Radfahrer passierten die Messstelle mit höherem Tempo und lösten die Anlage aus. Konsequenzen hatten die Messungen für sie jedoch nicht, da auf der Nordbahntrasse kein allgemeines Tempolimit für Fahrräder gilt.
Deutlich anders stellt sich der Fall eines E-Scooter-Fahrers dar. Er wurde mit 44 km/h gemessen. Zusätzlich telefonierte er während der Fahrt. Nach Angaben der Polizei besteht der Verdacht, dass der Scooter technisch verändert worden sein könnte. Das Kennzeichen wurde registriert, sodass dem Fahrer nun weitere Ermittlungen und möglicherweise ein Verfahren wegen entsprechender Verstöße drohen.
Die ersten 70 Messungen zeigen insgesamt ein vergleichsweise hohes Geschwindigkeitsniveau. Im Durchschnitt waren die erfassten Verkehrsteilnehmer mit rund 30 km/h unterwegs. Die Polizei will die Ergebnisse nun auswerten und prüfen, ob daraus Konsequenzen für die Nutzung der rund 22 Kilometer langen Strecke abgeleitet werden können.