Täter setzen Senioren mit erfundener Krankenhausgeschichte unter Druck
Ein Ehepaar aus Wuppertal-Dönberg ist am Dienstag, 18. August, Opfer eines umfangreichen Trickbetrugs geworden. Unbekannte Täter erbeuteten mehrere Goldbarren. Die Polizei sucht Zeugen und warnt vor der Betrugsmasche.
Gegen 10.30 Uhr erhielt das 83 und 85 Jahre alte Ehepaar einen Anruf. Eine Frau gab sich als Tochter der Senioren aus und behauptete, sie befinde sich im Krankenhaus und benötige wegen einer medizinischen Behandlung dringend Bargeld.
Der 85-jährige Mann fuhr daraufhin zu seiner Bank und holte Goldbarren, die er anschließend nach Hause brachte. Wenig später meldeten sich die Täter erneut. Dem Senior wurde mitgeteilt, er müsse zu einem Wuppertaler Krankenhaus fahren und dort ein Formular für die angebliche Behandlung seiner Tochter unterschreiben.
Während der Mann unterwegs war, kontaktierten die Betrüger seine 83-jährige Ehefrau über das Festnetz. Sie wurde dazu gebracht, einen Teil des Goldes an einen unbekannten Mann zu übergeben. Dieser erschien zwischen 12.30 und 14.30 Uhr an der Wohnanschrift des Ehepaars.
Täter holt weiteres Gold in Dortmund ab
Der Abholer wird von der Polizei als etwa 1,70 Meter groß und untersetzt beschrieben. Er soll ungepflegt gewirkt und dunkle Kleidung getragen haben.
Nach der ersten Übergabe setzten die Täter ihre Forderungen fort. Die Seniorin sollte weiteres Gold an einem Krankenhaus an der Krankenhausstraße in Dortmund übergeben. Sie fuhr daraufhin nach Dortmund und händigte dort erneut Gold an einen unbekannten Mann aus.
Die Polizei Wuppertal bittet Zeugen, die im Zusammenhang mit den Übergaben oder den beschriebenen Personen verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.
Polizei warnt vor Telefonbetrug
Die Polizei weist im Rahmen ihrer Präventionskampagne „Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen“ darauf hin, bei überraschenden Anrufen mit dramatischen Schilderungen und Geldforderungen besonders vorsichtig zu sein.
Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und bei geringstem Zweifel das Gespräch beenden. Anschließend sollte der vermeintliche Angehörige unter einer bekannten Telefonnummer selbst kontaktiert werden. Auch die Polizei kann unter 110 verständigt werden.
Am Telefon sollten grundsätzlich keine Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen gemacht werden. Bei Unsicherheit kann außerdem eine vertraute Person hinzugezogen werden.
Ehepaar aus Wuppertal durch falsche Tochter um Gold betrogen
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