Eröffnung des Freibads Mählersbeck verschiebt sich auf 2026

Unfassbare 13,9 Millionen soll die Sanierung des Die Wiedereröffnung des einzigen städtischen Freibads in Wuppertal verzögert sich erneut. Foto: Stadt Wuppertal

Die Wiedereröffnung des einzigen städtischen Freibads in Wuppertal verzögert sich erneut. Wie die Stadt mitteilt, wird das Freibad in diesem Jahr definitiv nicht in Betrieb gehen. Stattdessen ist der Mai 2026 als neuer Termin vorgesehen. Ursprünglich sollte die umfassend sanierte Anlage bereits 2023 wieder öffnen. Doch zahlreiche Hindernisse führten zu mehrfachen Verschiebungen, zuletzt gab es Hoffnung auf eine Eröffnung im Sommer 2025.

Ursachen für die Verzögerungen

Verschiedene Faktoren haben die Fertigstellung des Projekts erheblich beeinträchtigt. Dazu zählen ungünstige Wetterbedingungen, erfolglose Ausschreibungen und Baumängel. Insbesondere der Holzrahmenbau und die Arbeiten an den Außenanlagen sorgten zuletzt für massive Verzögerungen. Im November 2024 musste der Auftragnehmer mitteilen, dass die geplanten Arbeiten an den Gebäuden nicht wie vorgesehen Anfang 2025 abgeschlossen werden können. Zeitgleich konnten die Arbeiten an den Außenanlagen aufgrund eines durchnässten Untergrunds nicht fortgeführt werden.

Das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) hat in einer internen Analyse eigene Versäumnisse eingeräumt. Neben den nicht beeinflussbaren äußeren Umständen hätten auch eine mangelhafte Terminplanung, unzureichende Kommunikation und das Unterschätzen von Terminrisiken dazu beigetragen, dass der Zeitplan „völlig aus den Fugen“ geraten sei. Ein Dominoeffekt habe die Bauabläufe zusätzlich gestört. Auch die Politik und die Öffentlichkeit seien nicht frühzeitig über die Verzögerungen informiert worden.

Probebetrieb soll im Herbst 2025 starten

Ein Probebetrieb ohne Publikum ist nun für Herbst 2025 geplant. In dieser Phase sollen die neue Technik, geänderte Abläufe und Sicherheitsmaßnahmen getestet werden. Hierbei geht es unter anderem um die Inbetriebnahme eines neuen Kassen- und Einlasssystems sowie die Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen an den neugestalteten Rutschen. „Wir können nicht, wenn der letzte Handwerker das Bad verlassen hat, am nächsten Tag 3.000 Menschen in das komplett neu gestaltete Bad lassen“, erklärt Alexandra Szlagowski, Leiterin des Sport- und Bäderamts. Der Probebetrieb sei daher unerlässlich, um alle technischen und organisatorischen Abläufe zu überprüfen.

Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Verzögerungen

Um den Bauprozess künftig reibungsloser zu gestalten, hat das Gebäudemanagement organisatorische Änderungen vorgenommen. Ein interdisziplinär zusammengesetztes Team aus den Bereichen Hochbau, Technik und Außenanlagen trifft sich seit kurzem wöchentlich, um den Baufortschritt engmaschig zu überwachen. Ziel ist es, die verbleibenden Arbeiten parallel und ohne weitere Reibungsverluste zu erledigen.

Auch das Sport- und Bäderamt arbeitet eng mit dem Gebäudemanagement zusammen. Zu den noch anstehenden Aufgaben gehört unter anderem die Einrichtung der Räumlichkeiten sowie die Integration aller notwendigen Baumaßnahmen in den überarbeiteten Zeitplan.

Fördermittel sind nicht gefährdet

Trotz der erneuten Verzögerungen bleibt die Finanzierung des Projekts gesichert. Die Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur wurden verlängert und sind nach Angaben der Stadtverwaltung nicht gefährdet.

Das Ziel bleibt, das Freibad Mählersbeck bis Mai 2026 fertigzustellen und für die Öffentlichkeit zu öffnen.

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