Extremsportler Felix Baumgartner stirbt bei Paragleit-Unfall in Italien

Internationale Sportnacht Davos/CCA



Porto Sant’Elpidio – 18. Juli 2025
Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner ist gestern im Alter von 56 Jahren bei einem Unfall mit einem motorisierten Paragleiter in Italien ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich in Porto Sant’Elpidio an der Adriaküste. Nach Angaben lokaler Behörden verlor Baumgartner während des Fluges plötzlich die Kontrolle über das Fluggerät und stürzte in den Pool eines Hotels. Erste Erkenntnisse deuten auf einen medizinischen Notfall – mutmaßlich ein Herzstillstand – noch während des Fluges hin. Ein Hotelangestellter wurde durch umherfliegende Trümmer leicht am Kopf verletzt.

Baumgartner, der in Salzburg geboren wurde, galt als einer der bekanntesten Extremsportler weltweit. Bereits im Alter von 16 Jahren begann er mit dem Fallschirmspringen. Seine Karriere führte ihn zunächst zur österreichischen Armee, wo er als Fallschirmspringer und Ausbilder tätig war. International bekannt wurde er durch eine Reihe spektakulärer Basejumps, darunter Absprünge von den Petronas Towers in Kuala Lumpur sowie von der Christusstatue in Rio de Janeiro. 2003 überquerte er mit einem speziell entwickelten Karbon-Gleitflügel den Ärmelkanal.

Sein wohl bedeutendstes Projekt war der Stratosphärensprung im Rahmen der „Red Bull Stratos“-Mission im Jahr 2012. Mit einem Heliumballon stieg Baumgartner auf rund 38.969 Meter auf – eine Höhe, die bis dato kein Mensch mit einem Ballon erreicht hatte. Nach dem Absprung erreichte er im freien Fall Geschwindigkeiten von bis zu 1.357,6 Kilometern pro Stunde und durchbrach damit als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer. Der freie Fall dauerte über vier Minuten und wurde weltweit live übertragen. Dieser Sprung stellte mehrere Rekorde auf, darunter der höchste bemannte Ballonflug, der längste freie Fall aus großer Höhe sowie der schnellste Fall ohne Antrieb.

Neben seinen Luftsprüngen war Baumgartner auch als Heli-Stuntpilot aktiv und nahm unter anderem 2014 am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil. Zudem bestritt er einen professionellen Boxkampf, den er durch technischen K.o. gewann.

Red Bull, langjähriger Partner und Förderer seiner Projekte, würdigte ihn posthum als außergewöhnliche Persönlichkeit, die stets mit Präzision, Mut und Verantwortungsbewusstsein agierte. Menschen, die mit ihm zusammenarbeiteten, beschrieben ihn als diszipliniert, gewissenhaft und hilfsbereit.

Obwohl Felix Baumgartner selbst keinen bekannten biografischen oder beruflichen Bezug zur Stadt Wuppertal hatte, dürfte auch dort die Nachricht von seinem Tod viele Menschen tief getroffen haben. Die Anteilnahme in der internationalen Öffentlichkeit ist groß – auch in Städten wie Wuppertal, wo Bewunderung für seine Leistungen weit verbreitet war.

Baumgartner hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über die Grenzen des Extremsports hinausreicht. Seine Pionierleistungen in der Luftfahrt, seine physische und psychische Belastbarkeit sowie sein Streben nach dem Außergewöhnlichen machten ihn zu einer prägenden Figur seiner Zeit.

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