Die Eugen-Langen-Gesamtschule in Wuppertal-Vohwinkel geht neue Wege in der schulischen Bildung. Vor knapp zwei Jahren trat sie der bundesweiten Initiative „Schule im Aufbruch“ bei und etablierte in diesem Rahmen den „Frei Day“. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres widmen sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 jeden Freitag intensiv den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen und setzen eigene Projekte für eine sozial und ökologisch nachhaltigere Gesellschaft um.
Vielfältige Projekte mit gesellschaftlicher Wirkung
Der „Frei Day“ hat sich schnell zu einem festen Bestandteil des Schulalltags entwickelt. In den vergangenen Monaten entstanden zahlreiche Initiativen, die sich mit drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen befassen. So engagieren sich einige Schülerinnen und Schüler in einem Pflegeheim in Elberfeld, indem sie kreative Bastel- und Tanzangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren. Eine andere Gruppe fertigt aus recycelten Materialien Spardosen an, deren Verkaufserlös der Umweltschutzorganisation „Clean Earth“ zugutekommt. Auch der Bau von Insektenhotels und Vogelhäusern gehört zu den Aktivitäten, mit denen sich die Jugendlichen aktiv für den Naturschutz einsetzen.
Neben diesen handwerklichen Projekten unterstützen die Schülerinnen und Schüler soziale Einrichtungen in der Region. Sie sammeln Lebensmittelspenden für die Tafel und organisieren Aktionen zugunsten des Tierschutzvereins „Pechpfoten“. Zudem beschäftigen sie sich in Informationskampagnen mit Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Umweltschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung, um das Bewusstsein innerhalb der Schulgemeinschaft für diese wichtigen Fragen zu schärfen.
Strukturierte Umsetzung und nachhaltige Förderung
Um die Initiativen professionell zu begleiten, hat die Schule ein eigenes „Frei Day“-Büro eingerichtet. Hier können Schülerinnen und Schüler Anträge für Verkaufsaktionen oder Kooperationen mit externen Partnern stellen, um ihre Projekte gezielt voranzutreiben. Ein speziell entwickelter Leitfaden hilft den Teams, ihre Vorhaben strukturiert zu planen und umzusetzen.
Ein zentraler Bestandteil des „Frei Day“-Konzepts ist zudem die regelmäßige Reflexion der eigenen Fortschritte. Jede Projektgruppe arbeitet mit einem Logbuch und einem Kompetenzraster, um die Entwicklung ihrer Ideen zu dokumentieren und weiterzuentwickeln. Dadurch erwerben die Schülerinnen und Schüler nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern stärken auch wichtige Schlüsselqualifikationen wie Eigenverantwortung, Teamarbeit und unternehmerisches Denken.
Mit der Einführung des „Frei Day“ hat die Eugen-Langen-Gesamtschule ihr Profil als zukunftsorientierte Bildungseinrichtung geschärft. Die Einbindung in das Netzwerk „Schule im Aufbruch“ ermöglicht zudem einen kontinuierlichen Austausch mit anderen Schulen, die ähnliche Konzepte umsetzen. Das große Engagement der Schülerinnen und Schüler zeigt, dass sie nicht nur Verantwortung übernehmen, sondern aktiv dazu beitragen, ihre Umwelt positiv zu gestalten.
Frei Day“ an der Eugen-Langen-Gesamtschule: Engagement für eine nachhaltige Zukunft
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