Ein 18 Meter langer Gelenkbus des Schienenersatzverkehrs hat sich am Dienstagmorgen im Wuppertaler Ortsteil Laaken festgefahren und zeitweise für eine Straßensperrung gesorgt. Nach Angaben vor Ort war das Fahrzeug offenbar falsch abgebogen und geriet in eine Straße, die für Busse dieser Größe nicht freigegeben ist.
Beim Versuch zu wenden, misslang das Manöver. Der Bus beschädigte dabei eine Böschung und wurde so stark beeinträchtigt, dass er nicht mehr eigenständig weiterfahren konnte. Erst gegen Mittag gelang es, das Fahrzeug mit Hilfe eines Abschleppdienstes zu bergen. Anschließend wurde die zuvor gesperrte Straße wieder für den Verkehr freigegeben.
Nach der geltenden Beschilderung dürfen Fahrzeuge mit einer Länge von mehr als zehn Metern die betroffene Straße nicht befahren. Hinweise deuten darauf hin, dass ein entsprechendes Verkehrszeichen nicht beachtet wurde. Eine Stellungnahme des verantwortlichen Bahnunternehmens lag zunächst nicht vor.
Wiederholte Zwischenfälle im Ersatzverkehr
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Problemen im Schienenersatzverkehr ein, der aufgrund umfangreicher Bauarbeiten auf der Bahnstrecke durch Wuppertal eingerichtet wurde. In der vergangenen Woche hatte sich bereits im benachbarten Solingen ein Ersatzbus für mehrere Stunden in einer Sackgasse eines Wohngebiets festgesetzt.
Zudem kam es in der Nacht zu Montag im Stadtteil Wuppertal-Ronsdorf zu erheblichen Behinderungen, als ein Bus bei starkem Schneefall an einer steilen Straße hängen blieb und seine Fahrt über längere Zeit nicht fortsetzen konnte.
Die wiederkehrenden Navigations- und Witterungsprobleme stellen die Organisation des Ersatzverkehrs weiterhin vor Herausforderungen, insbesondere in topografisch anspruchsvollen Stadtgebieten mit engen Straßenführungen.
Gelenkbus im Schienenersatzverkehr blockiert Straße in Wuppertal
Anka/CCA