Ein kleines „Mädchen“ und ein kleiner „Junge“: das sind die jüngsten Mitglieder der Pekari-Rotte im Grünen Zoo. Die beiden Jungtiere kamen vor etwa genau einem Monat, am 28. Dezember des letzten Jahres, zur Welt und konnten bereits kurz nach der Geburt ihrer Mutter folgen. Nach einer Tragzeit von 140 Tagen werden meist Zwillinge geboren.
Die jungen Halsbandpekaris sind im Südamerikahaus meist nah hinter der Scheibe oder auf der Außenanlage zu beobachten. Mittlerweile ist auch das Geschlecht der beiden klar: Bei den Schweinchen handelt es sich um ein weibliches und um ein männliches Jungtier.
Das Verbreitungsgebiet der Halsbandpekaris erstreckt sich vom Südwesten der USA über Mittel- und Zentralamerika, bis hinunter nach Argentinien. Halsbandpekaris gibt es auch auf Trinidad. Die sehr anpassungsfähigen Tiere kommen in verschiedenen Lebensräumen, wie Urwäldern, Savannen, Grassteppen und Halbwüsten vor, es dringt sogar bis in die Berge der Andenausläufer vor und bevorzugt steile Flusstäler und Dickichte. Der Name kommt von einer Drüse, die sich am hinteren Drittel des Rückens befindet und wie ein Nabel aussieht. Diese Rückendrüse sondert ein streng riechendes Sekret ab, mit dem nicht nur das Revier markiert wird, sondern auch alle Mitglieder der Gruppe.
Obwohl Pekaris zur Unterordnung der Schweineartigen gehören, ist für sie die Afrikanische Schweinepest zum Glück nicht gefährlich. Dies konnte das Friedrich-Loeffler-Institut kürzlich in einem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit zoologischen Gärten herausfinden.
Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine in den meisten Fällen tödlich verlaufende Virusinfektion bei Schweinen, die sich weltweit ausbreitet und mittlerweile auch hierzulande sowohl die Wildpopulation wie auch die sogenannte Reservepopulation in den Zoos betrifft.
Gemischtes Doppel: Nachwuchs bei den Halsbandpekaris
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