Die Götz Alsmann Band war in Paris (2011), sie war am Broadway (2014). 2017 ging die Jazz-musikalische Reise nach Italien, in das Mutterland der Tarantella, der Canzone, des mediterranen Schlagers. In Rom saugten sich die fünf Vollblutmusiker der „Musik-orientierten Herren-Reisegruppe“, wie es Alsmann einmal formulierte, voll mit unvergänglichen italienischen Evergreens. Und die präsentierten sie am Samstagabend in der mit am Ende völlig begeisterten rund 1.000 Besuchern gefüllten Historischen Stadthalle Wuppertal.

Mit ihren ganz individuellen Fassungen der Italo-Hits aus den 1950er und -60er Jahren sorgten Altfrid Maria Sicking (Xylophon, Vibraphone, Trompete), Rudi Marhold (Schlagzeug), Markus Paßlick (Percussion), Ingo Senst (Kontrabass) und Bandleader Götz Alsmann (Klavier, Ukulele, Mandoline, Gesang, Moderation) für zweieinhalb Stunden dauerndes echtes Mittelmeer-Feeling. Der Sound der Gruppe, angesiedelt im Spannungsfeld zwischen Swing, Exotica und latein-amerikanischen Rhythmen, ging dabei eine fruchtbare Verbindung ein mit den Canzone-Klassikern von Fred Buscaglione bis Adriano Celentano, von Renato Carosone bis Marino Marini und von Domenico Modugno bis Umberto Bindi. Unsterbliche Songs wie „Quando, Quando, Quando“, „Carina“, „Azzuro“, „Marina“, „Volare“, „Come Prima“, „Caprifischer“ oder „Arrivederci Roma“ und viele mehr.

Götz Alsmanns Arrangements eröffneten dabei dem Wuppertaler Publikum einen völlig neuen Blick auf diese herrlichen Melodien. Sie zeigen, wie Jazz-haft schon vor Jahrzehnten vieles von dem war, was wir heutzutage fast automatisch mit dem italienischen Schlager der 1950er und -60er Jahre verbinden. Mit tosendem Applaus, stehenden Ovationen und einer langstieligen roten Rose aus der Hand des wohl jüngsten Besuchers wurden Alsmann und seine vier Mitstreiter verabschiedet.