Schwelm. Ein Kellerbrand in einem Einfamilienhaus hat am Samstagnachmittag einen stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehr in Wuppertals Nachbarstadt Schwelm ausgelöst. Unter extremen Temperaturen von nahezu 40 Grad bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer über mehrere Stunden. Verletzt wurde niemand.
Der Alarm ging gegen 14.04 Uhr ein. Bereits während der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Kellerbereich des dreigeschossigen Hauses im Eulenweg in Vollbrand. Auf der Gebäuderückseite waren Fensterscheiben durch die enorme Hitze bereits zerborsten, dichter Rauch drang aus dem Eingangsbereich. Da die Flammen auf das Erdgeschoss überzugreifen drohten, ließ die Einsatzleitung umgehend weitere Kräfte nachalarmieren.
Die Bewohner hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Sechs Personen wurden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht, eine medizinische Behandlung war jedoch nicht erforderlich.
Zur Brandbekämpfung wurde die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte gegliedert. Zeitweise waren vier Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Während zwei Trupps den Brand im Inneren des Gebäudes bekämpften, wurde ein weiterer im Außenangriff eingesetzt. Parallel dazu erfolgten umfangreiche Belüftungsmaßnahmen. Mithilfe einer Drehleiter kontrollierten Einsatzkräfte zudem den Dachbereich, der sich durch die starke Hitze erheblich aufgeheizt hatte.
Die außergewöhnlich hohen Außentemperaturen stellten die Feuerwehr vor zusätzliche Herausforderungen. Um die körperliche Belastung der Atemschutzgeräteträger zu reduzieren, richteten die Einsatzkräfte einen schattigen Erholungsbereich unter einem Pavillon ein. Zudem wurden die Helfer kontinuierlich mit Kaltgetränken versorgt.
Die intensive Hitzeentwicklung im Kellergeschoss erschwerte die Löscharbeiten erheblich und machte umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Da sich Rauch im gesamten Gebäude ausgebreitet hatte, mussten sämtliche Räume einzeln belüftet werden. Der Energieversorger AVU Netz stellte die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser ab. Nach Abschluss der Löscharbeiten sicherten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks die zerstörten Fenster mit Spanplatten, bevor die Einsatzstelle an die Polizei übergeben wurde.
Während des langwierigen Einsatzes mussten weitere Notfälle im Stadtgebiet parallel bewältigt werden. Um den Grundschutz sicherzustellen, hielt die Feuerwehr zusätzliche Kräfte an der Einsatzstelle bereit und entsandte diese bei Bedarf zu weiteren Einsätzen. Zweimal wurde überörtliche Unterstützung angefordert, die jedoch nicht mehr eingreifen musste und die Anfahrt abbrechen konnte.
In der Spitze waren rund 45 Einsatzkräfte mit insgesamt 13 Fahrzeugen im Einsatz. Beteiligt waren ehrenamtliche Feuerwehrkräfte aller Löschzüge, die hauptamtliche Wachbesatzung, der Einsatzführungsdienst sowie die Wehrführung. Darüber hinaus unterstützten das Technische Hilfswerk, der Bereitschaftsdienst von AVU Netz und die Polizei den Einsatz. Gegen 20 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.
Großeinsatz in Wuppertals Nachbarstadt: Kellerbrand fordert Schwelmer Feuerwehr stundenlang
Daniel H/ CCA