Die anhaltende Hitze hat die Wuppertaler Feuerwehr am Samstag vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Zwischen 7.30 und 21.30 Uhr registrierte die Leitstelle insgesamt mehr als 235 Einsätze. Allein im Rettungsdienst wurden über 200 Alarmierungen verzeichnet, hinzu kamen rund 35 Einsätze im Brandschutz.
Neben einer Vielzahl medizinischer Notfälle mussten die Einsatzkräfte unter anderem Brände in Gebäuden bekämpfen, ausgelöste Brandmeldeanlagen überprüfen sowie Menschen in unterschiedlichen Notlagen helfen. Die Kombination aus Temperaturen von deutlich über 30 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und erhöhten Ozonwerten führte zu einer außergewöhnlich hohen Belastung für die Feuerwehr.
Auch abseits der klassischen Rettungs- und Brandeinsätze waren die Einsatzkräfte gefordert. Am Fischertal machte ein Wassereinbruch das Absperren einer Leitung erforderlich. In der Krautstraße wurde ein Riss an einer Holzkonstruktion festgestellt. Nach einer Überprüfung durch die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Darüber hinaus unterstützten Wuppertaler Einsatzkräfte die Feuerwehr im benachbarten Velbert.
Zur Bewältigung des erhöhten Einsatzaufkommens hatte sich die Feuerwehr im Vorfeld organisatorisch auf die Wetterlage eingestellt und zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Weitere Rettungsmittel wurden mit Personal der Berufsfeuerwehr und der Hilfsorganisationen besetzt. Besonders in den frühen Abendstunden waren sämtliche Wachen der Berufsfeuerwehr sowie zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr nahezu ununterbrochen im Einsatz.
Zur personellen Entlastung übernahmen auch mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr zusätzliche Aufgaben. So stellte der Löschzug Hahnerberg unter anderem eine Drehleiter an der Hauptfeuer- und Rettungswache bereit. Ebenfalls im Einsatz waren Kräfte aus Ronsdorf, Langerfeld und Cronenberg.
Für Sonntag rechnet die Feuerwehr erneut mit einer erhöhten Zahl wetterbedingter Einsätze. Nach den angekündigten Niederschlägen soll sich die Wetterlage zum Wochenbeginn entspannen und die Temperaturen wieder zurückgehen.
Mehr als 235 Einsätze: Feuerwehr in Wuppertal durch Hitze stark gefordert
Anka /CCA