Hohe Kosten für öffentliche Toiletten in Wuppertal

Laurier/CCA


Die Unterhaltung und Sanierung öffentlicher Toilettenanlagen stellt die Stadt Wuppertal vor wachsende finanzielle Herausforderungen. Nach aktuellen Berechnungen werden jährlich rund 800.000 Euro benötigt, um bestehende Anlagen instand zu halten und zu modernisieren. Damit haben sich die veranschlagten Kosten im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
Derzeit stehen im Stadtgebiet lediglich acht funktionsfähige öffentliche Toiletten zur Verfügung. Selbst neu errichtete Anlagen sind nicht dauerhaft nutzbar: Die erst kürzlich eröffnete Toilette am Berliner Platz ist bereits wieder außer Betrieb. Auch eine Anlage in Oberbarmen musste geschlossen werden, nachdem wiederholt Fehlalarme ausgelöst wurden, die unnötige Einsätze von Rettungskräften zur Folge hatten.
Um solche Vorfälle künftig zu vermeiden, wird die betroffene Anlage mit einer Gegensprechanlage ausgestattet. Diese ermöglicht es, vor einem möglichen Einsatz Kontakt zu Personen im Inneren aufzunehmen und die Situation einzuschätzen. Der Einbau entsprechender Notrufsysteme gilt insbesondere in Bereichen mit erhöhtem Drogen- und Alkoholkonsum als notwendig.
Eine weitere Toilettenanlage nach diesem Konzept ist für den Wupperpark am Döppersberg vorgesehen. Die Umsetzung hängt jedoch von der Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel durch den Stadtrat ab.

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