Täglich treten inzwischen mehrere Starlink-Satelliten in die Erdatmosphäre ein und verglühen dabei vollständig. Fachleute für Weltraumbeobachtung gehen derzeit von rund vier Wiedereintritten pro Tag aus – mit steigender Tendenz. Hintergrund ist der rasante Ausbau des Satellitennetzwerks von SpaceX, das künftig noch stärker wachsen soll.
Nach Angaben von Raumfahrtforschern befinden sich aktuell etwa 20.000 künstliche Objekte im Erdorbit, darunter rund 12.000 aktive Satelliten. Den größten Anteil daran haben mit über 8.500 Einheiten die Starlink-Satelliten. Diese sind so konstruiert, dass sie nach einer durchschnittlichen Betriebsdauer von rund fünf Jahren kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre zerfallen sie vollständig, ohne Trümmer auf der Erde zu hinterlassen.
Die Wissenschaft geht davon aus, dass diese Wiedereintritte gegenwärtig kaum Risiken darstellen. Dennoch bleibt das Thema Gegenstand intensiver Forschung. Besonders untersucht wird, ob die beim Verglühen entstehenden Aluminiumoxide langfristig Auswirkungen auf die chemische Zusammensetzung oder Temperatur der Atmosphäre haben könnten.
Obwohl die glühenden Spuren am Himmel derzeit überwiegend ein spektakuläres Naturphänomen darstellen, warnen Experten, dass die stetig wachsende Zahl an Satelliten künftig neue Herausforderungen für die Raumfahrt und Umwelt mit sich bringen könnte.
Und wer in einer klaren Nacht über Wuppertal eine vermeintliche Sternschnuppe am Himmel entdeckt, könnte tatsächlich Zeuge des Verglühens eines Starlink-Satelliten geworden sein.
Immer mehr Starlink-Satelliten verglühen in der Erdatmosphäre
Wtotal/CCA