Am 8. März ist Internationaler Frauentag: Weltweit wird für Rechte und gegen Diskriminierung, Benachteiligung und Unterdrückung von Frauen demonstriert, auch in Wuppertal. Alle vier Minuten wird ein Mann gegenüber seiner Partnerin gewalttätig. Am 14. Februar wurde das Gewalthilfegesetz beschlossen, damit ist erstmals gesetzlich sichergestellt, dass gewaltbetroffene Frauen kostenlosen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung haben.
Der Bundestag ist schon immer männlich geprägt, in der letzten Wahlperiode lag der Frauenanteil bei 35,7 Prozent, so hoch wie selten; mit der aktuellen Wahl sinkt er wieder auf 32,4 Prozent. Der Vorstand der Wuppertaler Stadtverwaltung ist fast paritätisch besetzt: drei Frauen, vier Männer, so viele Dezernentinnen wie nie zuvor.
Am 28. Februar war Equal Care Day, weil Frauen 44 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit wie Männer leisten, am 7. März, einen Tag vor dem Frauentag, ist Equal Pay Day. Hier beträgt die Differenz im vierten Jahr in Folge 18 Prozent, im Vergleich zu Männern arbeiten Frauen damit umgerechnet 66 Tage im Jahr unbezahlt. Diese Zahlen zeigen, dass es noch viel zu tun gibt. Geschlechtergerechtigkeit muss aktiv eingefordert werden – für eine Gesellschaft ohne Gewalt, Diskriminierung und strukturelle Benachteiligung.
In Wuppertal haben sich Vereine, Institutionen und Initiativen zusammengetan, um auf diesen wichtigen Tag aufmerksam zu machen. Geplant ist eine gemeinsame Veranstaltung unter dem Motto „Vielfalt – Begegnung – Positionen“.
Am Samstag, den 8. März, dreht sich von 12:00 bis 16:00 Uhr alles um diese Themen. In der VHS ist ein Austausch mit Verantwortlichen und Akteurinnen und Akteuren der Stadt sowie Workshops zu den Themen „Mindset, Persönlichkeit & Finanzen“ und „Empowerment“. Bei „TILDA“, der mobilen Beratungsstelle gegen Gewalt, können Frauen Unterstützung erhalten, Infos einholen und erste Gespräche führen – anonym und unabhängig von individuellen Lebenssituationen.
„Es ist wichtig, die Anliegen und Ideen von Frauen in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen und sie mit den Institutionen und Entscheider*innen der Stadtverwaltung und aus der Politik zusammen zu bringen. Wir freuen uns sehr, dass die Dezernentinnen Frau Dr. Linthorst und Frau Dr. Zeh sowie Gea Kirchner als Betriebsleiterin Alten- und Altenpflegeheime der Stadt Wuppertal zugesagt haben“, betont Martina Völker, stellvertretende Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung.
Informationen rund um den Weltfrauentag gibt es hier.