In Wuppertal sind in den vergangenen Wochen mehrere Rehkitze durch freilaufende Hunde getötet worden. Nach Angaben der zuständigen Jagdbehörde wurden bislang drei Fälle offiziell registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen, da nicht alle Vorfälle entdeckt oder gemeldet werden.
Die Behörde appelliert an Hundehalter, ihre Tiere während der Brut- und Setzzeit besonders aufmerksam zu führen. Diese Phase dauert von Anfang März bis Ende Juli und ist für zahlreiche Wildtiere von großer Bedeutung, da sie in dieser Zeit ihren Nachwuchs aufziehen.
Besonders gefährdet sind Rehkitze. Anders als ausgewachsene Tiere flüchten sie bei Gefahr häufig nicht, sondern verharren regungslos im hohen Gras. Dieses natürliche Schutzverhalten macht sie gegenüber frei laufenden Hunden besonders verletzlich.
Um Wildtiere zu schützen, weist die Jagdbehörde darauf hin, dass Hunde in Natur- und Waldgebieten angeleint bleiben und die ausgewiesenen Wege nicht verlassen sollten. Verstöße können erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wer seinen Hund in einem Jagdrevier unbeaufsichtigt laufen lässt, muss mit Bußgeldern zwischen 500 und 2.500 Euro rechnen.
Kommt es zu einem Beißvorfall, können darüber hinaus weitere behördliche Maßnahmen folgen. In solchen Fällen werden sowohl das Verhalten des Hundes als auch die Eignung des Halters überprüft.
Jagdbehörde meldet mehrere durch Hunde getötete Rehkitze
Wtotal/CCA