Jugendstrafe für 16-jährigen Wuppertaler wegen Anschlagsplänen

DanielH/CCA



Wuppertal. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Wuppertal ist am Freitag von der 1. Jugendkammer des Landgerichts zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Gericht befand ihn des Sich-Bereiterklärens zu einem Verbrechen des Mordes für schuldig. Der damals 15-Jährige soll sich in Online-Chats dazu bereit erklärt haben, einen islamistisch motivierten Anschlag auf jüdische Einrichtungen zu verüben.

Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden hatte der Jugendliche im vergangenen Sommer mindestens zwei Chatpartnern gegenüber seine Bereitschaft zu einer solchen Tat bekundet. Während des Verfahrens legte er ein Geständnis ab und drückte sein Bedauern über die Geschehnisse aus.

Sein Verteidiger betonte, dass der Angeklagte zuvor keine extremistischen Tendenzen gezeigt habe. Er sei ein guter Schüler gewesen und habe in geordneten Verhältnissen gelebt. Die Umstände, die zu seiner Radikalisierung führten, blieben im Verfahren Gegenstand der Diskussion.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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