Kriminalität in Wuppertal steigt – Selbstschutz gewinnt an Bedeutung

Lorenzo M/CCA


Wuppertal, 12. März 2025 – Die Zahl der registrierten Straftaten in Wuppertal ist im Jahr 2024 erneut gestiegen. Laut der aktuellen Kriminalstatistik wurden über 2.000 Delikte mehr verzeichnet als im Vorjahr, was einem Anstieg von sechs Prozent entspricht. Besonders besorgniserregend ist der Zuwachs an Gewalt- und Straßenkriminalität.

Die Statistik weist 1.655 Gewaltdelikte sowie 7.970 Fälle von Straßenkriminalität aus. Während in Nordrhein-Westfalen insgesamt ein Rückgang dieser Straftaten verzeichnet wurde, folgt Wuppertal einem gegenläufigen Trend. Die Behörden sehen diese Entwicklung mit Sorge, insbesondere da sich der Anstieg bereits im Vorjahr abzeichnete.

Um der zunehmenden Bedrohung entgegenzuwirken, wurde ein neues Sicherheitskonzept entwickelt, das insbesondere Straftaten mit Messern ins Visier nimmt. Dennoch betonen Experten, dass öffentliche Sicherheitsmaßnahmen allein nicht ausreichen und auch individuelle Prävention eine wichtige Rolle spielt.

Selbstverteidigung als Präventionsmaßnahme

Angesichts der steigenden Kriminalität gewinnt das Thema Selbstschutz zunehmend an Bedeutung. Kampfkunstschulen in der Region setzen verstärkt auf die Vermittlung von Selbstverteidigungstechniken, die nicht nur der körperlichen Sicherheit dienen, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Fitness stärken.

In der EBMAS Kampfkunstakademie an der Kaiserstraße 55 in Schwelm, direkt an der Grenze zu Wuppertal, bietet Lorenzo M. spezielles Selbstverteidigungstraining für Kinder zwischen acht und 13 Jahren an. Die Kurse finden mittwochs von 17:45 bis 18:45 Uhr statt und sollen Kinder frühzeitig für Gefahrensituationen sensibilisieren.

Für Erwachsene gibt es montags und mittwochs ab 19 Uhr Selbstverteidigungskurse unter der Leitung von Si-Fu Oliver Becker. Ergänzend wird dienstags und donnerstags Latosa Escrima unterrichtet – ein philippinisches Stockkampfsystem, welches unteranderem lehrt, Alltagsgegenstände zur Verteidigung einzusetzen.

Die steigende Zahl an Gewaltverbrechen zeigt, dass Sicherheitsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen ansetzen müssen. Neben verstärkter Polizeipräsenz und neuen Präventionskonzepten kann auch persönliche Vorsorge einen wichtigen Beitrag leisten, um das Risiko von Gewaltübergriffen zu minimieren.

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