Wuppertal. Der Vorplatz der Kunsthalle Barmen wurde am Wochenende zum Schauplatz eines besonderen Aktionstags. Unter dem Titel „Auf die Plätze!“ verband die Veranstaltung sportliche Mitmachangebote mit der aktuellen Ausstellung „Merry Company – Formen von Gemeinschaft“. Nach kräftigem Regen zeigte sich rechtzeitig zum Beginn die Sonne.
Auf dem Geschwister-Scholl-Platz konnten Besucher verschiedene Sportarten ausprobieren und gemeinsam spielen. Beteiligt waren unter anderem der Hochschulsport der Bergischen Universität, der Stadtsportbund, die Sportjugend Wuppertal und die Versehrtensportgemeinschaft Wuppertal. Besonders die jüngeren Besucher nutzten die zahlreichen Angebote.
Für Aufmerksamkeit sorgten Spiele in übergroßen Formaten. Neben „Vier gewinnt“, „Mensch ärgere dich nicht“ und „Mikado“ konnten Kinder auch Tennis ausprobieren. Der Wuppertaler Tennis Club Dönberg hatte dafür ein provisorisches Spielfeld aufgebaut und brachte zahlreiche Mädchen und Jungen mit Schläger und Ball in Bewegung.
Während die Kinder die Angebote ausprobierten, konnten sich Eltern an den Informationsständen über Trainingszeiten und Kosten verschiedener Sportangebote informieren. Auch gemeinsame Aktivitäten wie Sitzfußball und Jenga gehörten zum Programm. Die Familien-Sport-Gemeinschaft „Lichtbund“ stellte zudem ihr Angebot für Naturisten vor, bei dem sportliche Aktivitäten unbekleidet ausgeübt werden können.
Wie Sport und Kunst Gemeinschaft schaffen
Ein weiterer Schwerpunkt des Aktionstags war eine Gesprächsrunde zur Frage, welche Bedeutung Sport, Kunst und öffentliche Orte für das gesellschaftliche Miteinander haben. Ariane Dehghan, Gesprächsleiterin und Koordinatorin, ordnete die Veranstaltung als Teil der Ausstellung ein. Kunst könne sichtbar machen, welche Faktoren Gemeinschaft prägen. Auch der Sport trage wesentlich dazu bei, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen.
Dennis Fink, Leiter des Hochschulsports, hob insbesondere die gesellschaftliche Funktion des Sports hervor. Gemeinsame sportliche Aktivitäten könnten Begegnungen ermöglichen, das demokratische Miteinander fördern und damit einen Beitrag zum Zusammenhalt leisten.
Auch der Künstler Bodo Berheide beteiligte sich an der Veranstaltung. Seine „Figura magica“ ist Teil der Ausstellung. Besucher konnten dort persönliche Wünsche hinterlassen. Die Themen reichten von persönlichen Hoffnungen bis zum Wunsch nach Frieden in Europa. Berheide versteht seine künstlerische Arbeit zugleich als Möglichkeit, sich an der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens zu beteiligen.
Wupperwiesen als Beispiel für Beteiligung
Wie öffentliche Räume gemeinsam gestaltet werden können, zeigten die Studentinnen Vanessa Enigk und Augusta Muzard mit ihrer Initiative „Wupperwiesen“. Das Projekt beschäftigt sich mit der besseren Nutzung einer Grünfläche an der Wupper und orientiert sich dabei an den Vorstellungen der Anwohner.
Im Mittelpunkt steht die Idee, vorhandene Flächen am Fluss stärker für die Bevölkerung nutzbar zu machen und ihre Gestaltung an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten. Unterstützung für diesen Ansatz kommt auch aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Grünflächen der Stadt Wuppertal. Öffentliche Räume sollten gemeinsam mit den Bewohnern entwickelt werden und grundsätzlich allen offenstehen.
Der Aktionstag machte damit unterschiedliche Möglichkeiten sichtbar, wie Begegnungsorte entstehen können – durch Sportangebote ebenso wie durch Kunst und die gemeinsame Gestaltung öffentlicher Flächen.
Kunsthalle Barmen bringt Kunst und Sport zusammen
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